25.09.2007 14:07 |

Baustellen-Check

Unsere Baustellen sind okay, aber...

Baustellen sind für Autofahrer vor allem ein Ärgernis. Ob diese Ärgernisse den Lenkern das Leben besonders schwer machen oder zumindest sicher sind, hat der ÖAMTC gemeinsam mit seinen europäischen Partnerclubs erhoben. Sechs von sieben österreichischen Baustellen schnitten im großen Baustellentest zumindest "ausreichend" oder besser ab, eine fiel mit "mangelhaft" schlichtweg durch. Damit sind Österreichs Baustellen zwar nicht alle super, im Schnitt aber sogar besser als die deutschen.

Die Baustelle bei Enns auf der Westautobahn (A1) durfte sich gar mit dem Lorbeerkranz des Siegers schmücken. Baustellen bei Wolfsberg (A2), Amstetten und Vorchdorf (beide A1) erhielten die Bewertung "gut". Für Baubereiche bei St. Pölten (A1) und Seebenstein (A2) gab es immerhin noch "ausreichend".

Mangelhaftes auch in Österreich
Das Urteil für die Baustelle bei Pörtschach auf der Südautobahn (A2) fiel "mangelhaft" aus. Die Verkehrsführung fiel den Testern negativ auf, Abstriche gab es auch bei der Sicherheit. Bei der Baustelle Seebenstein klingt "ausreichend" zwar ganz gut, tatsächlich hat der ÖAMTC aber bei den Bewertungskriterien "Sicherheitsrelevante Einrichtungen" und "Fahrsicherheit" ein "sehr mangelhaft" vermerkt.

Viermal „gut“ für Italien
Mit einem erfreulichen Ergebnis lässt Italien aufhorchen: Mit viermal "gut" und einem Mal "ausreichend" legte das Land das negative Bild früherer Tests ab und positionierte sich im Spitzenfeld. Großbritannien schnitt vor allem deshalb sehr gut ab, weil dort grobe Verkehrseinschränkungen auf die Nachtstunden reduziert werden.

Deutsche Nachbarn bekamen drei „mangelhaft“
Wenig Grund zur Freude dürfte das Testergebnis den deutschen Nachbarn geben: Kein "sehr gut", drei "gut", zwei "ausreichend" und drei "mangelhaft". Ein schwaches Ergebnis fuhr auch die Schweiz ein, Defizite gab es vor dort allem bei der Sicherheit. Schlimm die Situation in Slowenien: Eine Baustelle wurde als "sehr mangelhaft", eine als "mangelhaft" bewertet. Bei drei kontrollierten Baustellen in Kroatien wurde dort lediglich eine als "ausreichend" beurteilt, die restlichen beiden wurden als "mangelhaft" eingestuft. Auch in den nordischen Ländern wie Dänemark oder den Niederlanden ist es laut Test um die Sicherheit in Baustellenbereichen nicht gut bestellt.

Allgemeinzustand der Verkehrsadern problematisch
Als problematisch wertet man beim ÖAMTC den Allgemeinzustand der Verkehrsadern in Österreich: Teilweise sind diese so alt, dass sie generell erneuert werden müssen. So würde die Erweiterung der Südautobahn auf vier Fahrstreifen pro Richtung noch jahrelang dauern. Daneben gäbe es "Sparautobahnen", die zu schmal gebaut worden sind. Dazu zählen laut Autofahrerclub der Wechselabschnitt auf der A2, Teile der Ostautobahn (A4) und weite Abschnitte der Pyhrnautobahn (A9) zwischen dem Voralpenkreuz und Gratkorn in der Steiermark. Als sanierungsbedürftige Sorgenkinder gelten weiters die Semmering-Schnellstraße (S6) und die Murtal-Schnellstraße (S36).

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