Di, 13. November 2018

Cybercrime

18.10.2016 12:22

Schadsoftware verkauft: 22-Jähriger vor Gericht

Ein Hacker aus Rheinland-Pfalz, der weltweit Tausende Kunden mit Schadsoftware für Internetkriminalität beliefert haben soll, muss sich vor Gericht verantworten. Die Landeszentralstelle Cybercrime der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz hat Anklage gegen den 22-Jährigen erhoben.

Der Mann war im April nach rund zweijährigen Ermittlungen festgenommen worden. Wie die Generalstaatsanwaltschaft am Dienstag mitteilte, legt die Anklageschrift dem Tatverdächtigen in insgesamt mehr als 7000 Fällen das Vorbereiten des Ausspähens und Abfangens von Daten, Computersabotage und Computerbetrug zur Last.

In über 4000 Fällen soll der Angeklagte demnach eine von ihm programmierte Software zur Tarnung fremder Schadsoftware verkauft haben. Dem Zugriff auf private und sensible Daten einer Vielzahl ahnungsloser Bürger sei hierdurch Tür und Tor geöffnet worden, so die Staatsanwaltschaft. Die Einsatzpalette der Schadsoftware reichte vom Ausspionieren von Daten (insbesondere Passwörter und Bankdaten) über die Begehung von Betrugsdelikten bis hin zu Erpressungen.

Zudem soll der Angeklagte in über 2000 Fällen seinen Kunden ermöglicht haben, entgeltlich über einen von ihm entwickelten Scanner deren Schadsoftware auf Erkennbarkeit durch die gängigen Antivirenprogramme zu prüfen. Außerdem wird ihm vorgeworfen in etwa 100 Fällen eine eigene Malware veräußert zu haben, die zur Durchführung von sogenannten DDoS-Angriffen bestimmt und in der Lage war, beliebige Websites lahmzulegen.

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Testspiel gegen Russen
Fan-Flucht! Deutschland vor halb leeren Rängen
Fußball International
„Kennen Inhalt nicht“
Migrationspakt - jetzt spottet Juncker über Wien
Österreich
Großklubs im Tief
Rapid, Austria, Sturm: 59 Titel wanken zum Abgrund
Fußball National

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.