Population steigt

Rekord! 121 Wölfe fühlen sich bei uns heimisch

Österreich
17.04.2026 17:32

Während sich der Rudelbestand der Wölfe im Land insgesamt reduziert hat, ist die Anzahl der gesichteten Tiere auf einen Rekordstand gestiegen.

Seit der Rückkehr der Wölfe und der ersten Rudelbildung Österreichs im Jahr 2016 nimmt die Population der Isegrims – mit Ausnahme von 2019 und 2024 – weiter zu. Das zeigt das neue Wolfsmonitoring von Österreichzentrum Bär, Wolf, Luchs (ÖZ). Vom Bodensee bis zum Neusiedler See konnten insgesamt 121 Wölfe nachgewiesen werden.

Zum Vergleich: 2024 waren es noch 102 Tiere. Besonders häufig wurden die Vierbeiner in Kärnten, Tirol, Niederösterreich und im oberösterreichischen Mühlviertel gesichtet. Wie auch im Vorjahr kommen sie in allen Bundesländern vor, mit Ausnahme von Wien.

Acht Rudel und Nachwuchs gesichtet
Insgesamt acht Rudel konnten 2025 nachgewiesen werden und damit eines weniger als noch 2024. Aber: Im Gebiet des ehemaligen Rudels Allentsteig (NÖ) konnte ein potenzielles Wolfspärchen während der Paarungszeit gesichtet werden. Ob es sich dabei um ein gänzlich neues Wolfspaar handelt, oder ein Elterntier aus dem alten Rudel durch einen neuen Isegrim ersetzt wurde, soll noch genetisch bestätigt werden.

Drei der acht Rudel haben jedenfalls Jungtiere. So wurden auf Fotos und Videos vier Welpen entdeckt. Die drei niederösterreichischen Rudel Gutenbrunn, Arbesbach und Harmanschlag haben alle Nachwuchs erhalten.

Die Gebiete der Rudel im Land teilen sich auf jeweils vier in der kontinentalen sowie vier in der alpinen biogeografischen Region auf. Nur eines der acht Wolfsrudel überschreitet keine Grenzen, bleibt also nur in einem Bundesland. Der Rest wandert durch unsere Bundesländer oder zu Nachbarstaaten. Eine Kreuzung der acht Wolfscharen untereinander liegt laut dem Bericht nicht vor. 

(Bild: BOKU)

Das Problem bei der Verbreitung des Wolfes: Die Tiere sind vor zehn Jahren in eine Landschaft zurückgekehrt, die intensiv von Menschen genutzt wird – was ein erhebliches Konfliktpotenzial darstellt. Dennoch spielen sie im Ökosystem laut WWF eine Schlüsselrolle: „Der Wolf hilft dabei, übermäßig hohe Wildbestände zu regulieren sowie die Artenvielfalt und die Waldverjüngung zu fördern“. 

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