13.09.2016 11:13 |

Bei ING Rumänien

Feuerlöscher schrottet Direktbank-Rechenzentrum

Wegen einer Panne beim Test des Feuerlöschsystems hat es am Wochenende Probleme im Rechenzentrum der rumänischen Niederlassung der holländischen Direktbank ING gegeben. Die Kunden konnten stundenlang nicht aufs Online-Banking zugreifen, keine Bankomaten benutzen und nicht elektronisch bezahlen.

Wie die britische TV-Anstalt BBC berichtet, dürfte die Lautstärke des Feuerlöschsystems für die Probleme verantwortlich gewesen sein. Das Rechenzentrum wird von einer Gas-Löschanlage vor Bränden geschützt. Kommt es zu einem Feuer, schießt sie nicht brennbares Gas ins Rechenzentrum, um die Flammen zu ersticken.

Das Problem dabei: Wird das Gas ins Rechenzentrum geleitet, entstehen offenbar Geräusche mit einer Lautstärke von 130 Dezibel. Sie erzeugen wiederum Schwingungen in den Servern, die in die Festplatten vordringen und massiven Schaden an den Magnetplatten sowie den Schreibleseköpfen der Speichermedien anrichten.

Bankdienste stundenlang nicht erreichbar
Die Betreiber des Rechenzentrums schafften es nach dem Zwischenfall zwar, die Bankdienstleistungen mithilfe der Backup-Systeme wieder herzustellen. Doch das dauerte zehn Stunden. Stunden, in denen die Kunden der Bank weder elektronisch bezahlen, noch Geld beheben oder Online-Banking betreiben konnten.

Dass zu hohe Geräuschpegel gefährlich für Festplatten sein können, hat der deutsche Technikkonzern Siemens bereits vergangenes Jahr festgestellt. Siements-Tests ergaben, dass die meisten Festplatten bei einem Geräuschpegel von 110 Dezibel an Leistung verlieren, bei 130 Dezibel keine Daten mehr einlesen und bei 140 Dezibel irreparabel beschädigt werden.

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