Sa, 20. Oktober 2018

Besitzer behauptet:

07.06.2016 13:47

Tesla Model X raste von ganz alleine gegen Wand

Wie selbstständig können autonome Autos sein? Diese Frage stellt sich aktuell auch Puzant Ozbag aus den USA. Denn sein nur wenige Tage alter Tesla Model X soll ohne Zutun seiner Frau, die zu dieser Zeit am Steuer saß, beschleunigt haben und in weiterer Folge gegen eine Wand gerast sein.

Wie Ozbag aus dem kalifornischen Irvine im offiziellen Forumdes Autoherstellers schildert, hatte sein gerade einmal fünf Tage alter Tesla Model X plötzlich auf "maximale Geschwindigkeit" beschleunigt, einen Randstein überfahren und sich direkt gegen die Außenfassade eines Shopping-Centers gesetzt. Seine Frau, die zu diesem Zeitpunkt hinter dem Steuer saß, erlitt durch den Aufprall leichte Verbrennungen am Arm, hervorgerufen vermutlich durch die Airbags, die bei der Kollision auslösten.

Frau fährt sei 30 Jahren unfallfrei
Dass seine Frau den Unfall verursacht haben könnte, schließt Ozbag gegenüber der Website "Computerworld" kategorisch aus: "Meine Frau ist 45 Jahre alt und fährt seit fast 30 Jahren unfallfrei. Sie ist keine 90-Jährige, die statt der Bremse versehentlich das Gas-Pedal erwischt", so der verärgerte Tesla-Besitzer. Auch mit der Umgebung sei sie bestens vertraut gewesen: "Sie war schon über eine Million Mal im Einkaufszentrum. Es ist nur ein paar Kilometer von unserem Haus entfernt."

Bliebe als mögliche Fehlerquelle nur noch der Autopilot, der beispielsweise automatisch die Spur hält oder wechselt und auch automatisch bremst. Laut Ozbags Frau sei dieser jedoch nicht aktiviert gewesen. Hat sich das smarte Auto also verselbstständigt? Tesla hat den Vorfall noch nicht kommentiert. Das Unternehmen werte noch die Telemetrie-Daten des Fahrzeugs aus, hieß es.

Kein Einzelfall
Erst im Mai war es allerdings im US-Staat Utah zu einem ähnlichen Vorfall gekommen: Nur wenige Minuten nachdem er ihn für einen Einkauf geparkt hatte, hatte sich Jared Overtons Tesla Model S selbstständig gestartet und einen Lkw gerammt. Tesla hatte damals nach Auswertung der Daten die sogenannte "Summon"-Funktion, über die Nutzer ihr Auto herbeirufen können, für den Unfall verantwortlich gemacht. Overton bestreitet jedoch, diese aktiviert zu haben.

Glück im Unglück
Ozbag fordert indes Konsequenzen: "Das ist ein großes Problem. Tesla sollte aufhören, Fahrzeuge auszuliefern, und die Ursache dieses ernsthaften Unfalls untersuchen", schreibt er im Tesla-Forum. Denn: Wären die Reifen seines Autos nicht leicht nach links eingedreht gewesen, wäre das Auto nicht gegen die Wand, sondern geradeaus in einen Kosmetiksalon gefahren, wo es dann möglicherweise andere Menschen verletzt oder gar getötet hätte.

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Zwangspause vor Real?
Messi-Verletzung überschattet Barcas 4:2-Sieg
Fußball International
Spanier wundern sich
„Scheißdreck“-Sager: Bernat-Berater kontern Hoeneß
Fußball International
Deutsche Bundesliga
Bremen nach 2:0 auf Schalke vorerst Zweiter
Fußball International
Nur 1:1 gegen Genoa
Ronaldo trifft - Juve strauchelt trotzdem erstmals
Fußball International
Mbappe trifft
PSG-Wahnsinn! Zehnter Sieg im zehnten Ligaspiel
Fußball International
Nach Skandal-PK
„Super Zeichen“ - Kimmich verteidigt Bayern-Bosse!
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.