„Ich sehe Alaba nicht in der Anfangsformation!“ Der deutsche Rekordnationalspieler Lothar Matthäus spricht über die ÖFB-Auswahl und traut dem Team bei der WM in Nordamerika durchaus Überraschungen zu.
„Ich bin seit Jahren ein Fan von Österreich. Mir imponiert der Spielstil, mit dem sie in den letzten Jahren performt haben. Mit welch Qualität, Leidenschaft und Zusammenhalt“, sagte der Weltmeister von 1990 bei einer Medienrunde in Wien. Den Vertrag mit seinem Landsmann Ralf Rangnick hätte Matthäus als ÖFB schon vor einiger Zeit verlängert.
„Für mich gibt es keinen besseren Mann“, betonte Matthäus am Montag in der Sendung „Sport und Talk“ auf ServusTV. Man habe es versäumt, vor der WM mit ihm zu verlängern. „Er ist ein Trainer, der zu dieser Mannschaft, zu dieser Mentalität und zu dieser Spielweise passt.“ Besonders das frühe Gegenpressing ist auch für die besten Nationen im Weltfußball nicht einfach zu bewältigen. Die ÖFB-Auswahl habe eine Kompaktheit auf dem Platz sowie eine gewisse Geschwindigkeit mit dem Ball und vor allem beim frühen Stören im Spielaufbau des Gegners, erklärte Matthäus. „Das gefällt keiner Mannschaft, die Fußball spielen will. Damit kann Österreich vielen Mannschaften wehtun.“
Matthäus: ÖFB-Elf kommt über die Mannschaft
Besonders das Teamgefüge schätzt der frühere Rapid-Trainer an der rot-weiß-roten Truppe. „Da ist es gar nicht so wichtig, dass man keinen Weltklassespieler hat“, sagte Matthäus. „Österreich kommt im Endeffekt über die Mannschaft, weil sie eben nicht einen Messi oder Ronaldo haben, der ihnen zehn WM-Tore garantiert.“ Zwar sei Konrad Laimer etwa ein „ganz wichtiger Spieler“, auch beim FC Bayern, „aber er ist jetzt vielleicht nicht der Harry Kane, Olise, Diaz, Musiala oder Kimmich.“
Auch über die Rolle von ÖFB-Kapitän David Alaba (33) hat Matthäus eine klare Meinung. „Ich sehe Alaba nicht in der Anfangsformation“, sagte der 150-fache Internationale, der bei fünf Weltmeisterschaften als Spieler dabei war, über den zuletzt von Verletzungen geplagten langjährigen Bayern- und Real-Verteidiger. Alaba werde in der Kabine gebraucht, auch als Bindeglied zwischen Trainer und Spielern. „David ist dabei, weil er auch ein Gesicht des österreichischen Fußballs ist, weil er mit der Mannschaft gut kann und er natürlich was hat, was der ein oder andere nicht hat: Erfahrung. Wenn er dann zum WM-Einsatz kommt, dann freut es mich für ihn, weil er es auch verdient hat.“
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.