So, 24. März 2019
20.01.2016 19:21

Amarok als Erster

Riesen-VW-Rückruf startet kommende Woche

Die ersten im VW-Abgasskandal betroffenen österreichischen Autofahrer können voraussichtlich noch Ende Jänner zu Nachbesserungen in der Werkstatt fahren. Sobald das Deutsche Kraftfahrtbundesamt das erwartete "Go" gibt, startet der Rückruf zunächst für die betroffenen Dieselmodelle des Pick-ups Amarok.

Dass auch der VW Passat zur ersten Rückruf-Tranche gehört, wollte Importeurssprecher Richard Mieling nicht bestätigen: "Nach unserem Kenntnisstand folgt der Passat in wenigen Wochen." Sobald es losgeht, werden die Besitzer angeschrieben. Das gelte auch für alle anderen Fahrzeuge des VW-Konzerns, die mit dem berüchtigten Schummel-Dieselmotor ausgestattet sind. Sie werden nun nach und nach in die Werkstätten gerufen. Näheres über den Zeitplan ist derzeit noch nicht zu erfahren.

Bei dem Rückruf soll für Motoren mit 1,2 Litern und 2,0 Litern Hubraum nur eine Software-Änderung nötig sein. Bei 1,6-Liter-Modellen soll zusätzlich ein Bauteil eingesetzt werden. Aus allen Wagen muss eine Software entfernt werden, die Abgaswerte manipuliert.

Zuvor hatte ein Sprecher des deutschen Verkehrsministeriums in Berlin gesagt, die Erteilung der endgültigen Freigabe für die Lösungen bei den drei betroffenen Motorgrößen (1,2 und 1,6 sowie 2,0 Liter Hubraum) durch das KBA stehe noch aus. Das bezog sich aber auf die Gesamtzahl aller 2,4 Millionen Wagen. Den Start machen die 2,0-Liter-Maschinen. Bei ihnen genügt ein Software-Update. Das Ganze soll in den Werkstätten pro Auto nur eine halbe Stunde dauern.

Aus dem Video-Archiv: So finden Sie heraus, ob Ihr Auto betroffen ist.

Neue Strukturen im VW-Konzern
Als Lehre aus dem beispiellosen Diesel-Dilemma um weltweit rund elf Millionen Wagen baut der Konzern unterdessen intern weiter kräftig die Strukturen um. Eine Straffung der organisatorischen Zuständigkeiten bei der Pkw-Kernmarke soll helfen, Fehler künftig zu erschweren, die Marke aber auch profitabler machen.

Markenchef Herbert Diess erklärte, VW verspreche sich davon eine "große Beschleunigung" der Entwicklung. VW-Pkw ist seit Längerem ertragsschwach. Die Neuausrichtung ist Teil eines "Kulturwandels", den VW auch als Folge des Abgas-Skandals ausgerufen hat. Dazu zählt, dass die zwölf Konzernmarken mehr Verantwortung bekommen sollen. In der Vergangenheit war Volkswagen stark zentralistisch aus Wolfsburg geführt worden.

Konkret sind bei der Marke VW vier Baureihengruppen gebildet worden: Zur "Small"-Gruppe gehören kleine Fahrzeuge wie der Polo sowie kleine Geländewagen. Die Baureihe "Compact" wird auch Golf-Klasse genannt und reicht von Kurzheck- über Stufenhecklimousinen und Kombis bis zu sportlichen SUVs wie dem Tiguan. Die Gruppe "Mid- und Fullsize" umfasst etwa den Passat und den Touareg. In der Baureihe "Battery Electric Vehicles" werden Elektrofahrzeuge wie der E-Golf zusammengefasst, künftig erweitert um E-Autos mit mehr Reichweite.

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