Sa, 18. August 2018

Blüten für Bitcoins

13.11.2015 09:12

Großrazzia gegen Falschgeldhändler im Darknet

Im Kampf gegen Falschgeldhandel im Internet haben Ermittler der deutschen Polizei in mehreren Bundesländern zahlreiche Wohnungen durchsucht. Die Tatverdächtigen sollen über das sogenannte Darknet, einem verdeckten, anonymen Bereich des Internets, gefälschte 20- und 50-Euro-Noten bestellt und mit digitaler Währung bezahlt haben, wie das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden mitteilte.

Die mit Offset-Verfahren in Italien gedruckten Falschnoten seien von guter Qualität und im Alltag nur schwer als "Blüten" zu erkennen. Versandt worden seien die Bestellungen per Post. Ob die Ankäufer das Falschgeld selbst in Umlauf brachten oder weiterverkauften werde noch ermittelt, hieß es vom BKA. Österreich dürfte in diesen Fall nach Angaben des Bundeskriminalamts in Wien nicht in die Ermittlungen involviert gewesen sein.

An der Razzia am Mittwoch waren den Angaben zufolge unter anderem die Landeskriminalämter in Hessen, Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen beteiligt. Zur Zahl der Verdächtigen oder durchsuchten Wohnungen machte das BKA keine Angaben. 20- und 50-Euro Noten hätten 2014 mehr als die Hälfte des in Deutschland sichergestellten Falschgeldes ausgemacht.

Händler und Käufer illegaler Güter wie Drogen, Waffen oder auch Falschgeld fühlten sich im Darknet sicher vor Strafverfolgung, teilte die Behörde mit. Allerdings sei dies nicht so, wie der jüngste Fall zeige. Zuvor hatten auch bereits US-Ermittler Schwarzmärkte im Darknet ausgehoben. Das wohl prominenteste Beispiel: Der Darknet-Schwarzmarkt "Silk Road".

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