Knorpelschaden im Knie

Wie ein Sprung vom Heuhaufen schmerzhaft endete

Gesund Konkret
05.11.2026 10:00

Ein spontaner Sprung aus 1,5 Metern Höhe vom am Traktor gelagerten Heuhaufen und schon war’s geschehen – Bergbäuerin Christina (36) verletzte sich schwer am Knieknorpel. Große Angst hatte sie vor einem operativen Eingriff. Sie erzählt, wie sie ohne OP wieder voll fit wurde.

„Leider kam ich nur mit einem Bein auf und es tat sofort wahnsinnig weh im Knie. Ich spürte gleich, da ist jetzt wirklich was passiert“, erinnert sich Christina, Bergbäuerin im Kärntner Mölltal. Prompt ergab die MRT-Untersuchung auch eine starke Absplitterung des Knieknorpels, die ein fast acht Millimeter großes Loch hinterlassen hatte.

Meist ist eine Operation notwendig
„Im Normalfall operiere ich einen derartigen Knorpelschaden, aber die Patientin sträubte sich hartnäckig dagegen. Als Alternative schlug ich ihr die ACP-Eigenbluttherapie vor“, erinnert sich Dr. Volker Zlöbl, Orthopäde und Unfallchirurg im Osttiroler Nußdorf Debant.

Das ist eine studienmäßig gut bestätigte Anwendung, mit der sich oft eine Wiederbelebung des geschädigten Knorpels ermöglichen lässt. Dr. Zlöbl: „Bei der rund 25-minütigen Behandlung wird aus einer Blutprobe per Spezialzentrifuge dreifach konzentriertes, körpereigenes Blutplasma (Thrombozyten) isoliert und gleich ins Kniegelenk eingebracht. Die konzentrierten Blutplättchen haben gute regenerierende Eigenschaften, welche die Balance zwischen aufbauenden und abbauenden Prozessen im Knorpel verbessern.“

Zitat Icon

Die Heilung nahm einen Traumverlauf.

Dr. Volker Zlöbl Orthopäde und Unfallchirurg Nußdorf Debant, Osttirol

Vor Kurzem erst den Bauernhof übernommen
Obwohl der Arzt Christina kein Heilversprechen machte, nahm die 36-Jährige den Vorschlag nur zu gerne auf. „Ich dachte mir: ,Hauptsache, ich muss nicht operiert werden!’ Denn mein Mann und ich hatten erst vor Kurzem den Bauernhof übernommen und ich wollte und konnte mir keine lange Ausfallzeit leisten.“

Christina erhielt insgesamt vier Eigenblut-Anwendungen im Abstand von jeweils drei Wochen. „Normal ist ein ein- oder zweiwöchiges Intervall, aber in dem speziellen Fall wollte ich den Plasma-Wachstumsfaktoren besonders viel Zeit zum Reparieren geben“, erzählt Dr. Zlöbl.

Die Strategie entpuppte sich als äußerst erfolgreich: Beim Kontroll-MRT nach vier Monaten war der Knorpel völlig neu aufgebaut. „Die Röntgenärztin war verblüfft und dachte, ich sei operiert worden, weil das Loch nicht mehr zu sehen war“, erinnert sich Christina, die zu dem Zeitpunkt schon nahezu beschwerdefrei war. „Die Heilung nahm einen Traumverlauf und es lag sicher auch ein wenig an der Blut-, bzw. an der Plasmaqualität der Patientin“, freut sich Dr. Zlöbl.

Auch Christina ist hochzufrieden, denn ihr Kniegelenk macht längst wieder alles mit: Bergsteigen, Skifahren und nicht zuletzt die tägliche, sehr herausfordernde Arbeit am Bergbauernhof: „Ich bin wieder zu 100% einsatzfähig und kann Dr. Zlöbl gar nicht dankbar genug sein, dass er mir auch ohne Operation so gut helfen konnte!“

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

krone.tv

Top 3
Top Gutscheine
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung