„Schließen nichts aus“

Mordkommission nach Aiwanger-Tod eingeschaltet

Außenpolitik
05.11.2026 10:23

Während der Schock über den Tod des bayerischen Wirtschaftsministers Hubert Aiwanger (55) noch tief sitzt, laufen bereits die Ermittlungen in alle Richtungen – auch die Mordkommission wurde eingeschaltet. Die Staatsanwaltschaft schließt derzeit nichts aus. Wie berichtet, wurde der Vize-Ministerpräsident am Mittwoch leblos in seinem Hotelzimmer in Berlin gefunden. Zuvor hatte er einen Termin aus gesundheitlichen Gründen abgesagt.

Wie bild.de berichtet, wies der 55-jährige Vorsitzende der Freien Wähler Bayern keine äußerlichen Verletzungen auf. „Die konkrete Auffindesituation kann aus ermittlungstaktischen Gründen noch nicht preisgegeben werden“, teilte der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft gegenüber der Zeitung mit. Das Hotel „Neuer Fritz“ in Berlin-Mitte war am Mittwoch stundenlang abgeriegelt, während die Spurensicherung der Polizei ihre Arbeit verrichtete. Erst kurz vor Mitternacht sei die Leiche des Politikers in die Gerichtsmedizin gebracht worden, hieß es.

Medien: Magen-Darm-Probleme vor Tod
Aiwanger war in Berlin gewesen, um an der Eröffnung des Hauptstadtbüros seiner Partei teilzunehmen. Aus gesundheitlichen Gründen ließ er sich bei der Veranstaltung aber vertreten. Später war er nicht mehr erreichbar und wurde schließlich am frühen Abend leblos in seinem Hotelzimmer aufgefunden. Medienberichten zufolge hatte der 55-Jährige zuvor mit Magen-Darm-Problemen zu kämpfen. Auch Gerüchte über einen Herzinfarkt machen die Runde.

Hubert Aiwanger fühlte sich unwohl, wenig später fand man den bayrischen Wirtschaftsminister ...
Hubert Aiwanger fühlte sich unwohl, wenig später fand man den bayrischen Wirtschaftsminister leblos in seinem Hotelzimmer in Berlin.(Bild: AFP/TOBIAS SCHWARZ)

2008 war Aiwanger mit den Freien Wählern erstmals in den bayerischen Landtag eingezogen und wurde deren Fraktionschef. Zehn Jahre später, 2018, schmiedeten CSU und Freie Wähler eine Koalition. Aiwanger wurde Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident. Mit Aiwanger verlieren die Freien Wähler ihren markantesten und sicher auch streitbarsten Kopf.

Erst bei den bayerischen Kommunalwahlen im Frühjahr hatten die Freien Wähler unter Aiwangers Führung noch große Siege gefeiert und viele Landrats-Posten gewonnen. Der Niederbayer hatte zwei Kinder und lebte mit der Freie-Wähler-Landrätin Tanja Schweiger zusammen.

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