„Gehen wir‘s an“ war der Startschuss, um erste Schritte zu setzen. „Bleiben wir dran“ ist die Fortsetzung. Das neue Motto erinnert daran, dass Gesundheit nicht von Perfektion lebt, sondern von Beständigkeit. Daher geht es nun darum, weiter am Wohlfühlkörper zu arbeiten – mit kleinen, aber beständigen Maßnahmen.
Lief der Anfang des Jahres für Sie auch noch leicht? Da war die Motivation noch hoch, die ersten Erfolge zeigten sich rasch. Doch jetzt nach einigen Monaten kristallisiert sich heraus, wo die eigentliche Herausforderung liegt, nämlich einen gesunden Lebensstil länger als nur ein paar Wochen aufrechtzuerhalten. Nicht der perfekte Start macht den Unterschied, sondern das Dranbleiben.
Neues Motto: Bleiben wir dran!
Unser neues Motto „Bleiben wir dran!“ erinnert daher genau daran: Gesundheit ist kein Sprint, sondern ein Langstreckenlauf. Nicht einzelne große Anstrengungen zählen, sondern viele kleine Entscheidungen, die man jeden Tag für sein Wohlbefinden treffen darf.
Dass man einen langen Atem braucht, um dauerhaft gesund zu bleiben, ist aus der Forschung bekannt: Es benötigt im Durchschnitt zwei bis drei Monate, bis sich ein neues Verhalten automatisiert. Und die Spannbreite ist groß: Bei manchen geht es in ein paar Wochen, bei anderen dauert es deutlich länger. So ist es nicht verwunderlich, dass etliche „Mitstreiter“ immer noch damit hadern, neue Gewohnheiten solide zu etablieren.
„Zunächst gilt es, die eigene Belastung zu erkennen. Danach am besten kleine Schritte setzen, denn auch ein Bergsteiger erreicht den Gipfel nicht auf einmal, sondern Schritt für Schritt. Wer sich erreichbare Etappen setzt, bleibt motiviert und vermeidet Frustration“, erklärt dazu auch Mag. Dr. Karin Flenreiss-Frankl, Klinische Psychologin aus Wien.
Sie rät dazu, Spaß an der Veränderung zu entwickeln. Das kann durch kleine Rituale oder spielerische Elemente passieren. So erleichtert man sich den Weg. Positive Konditionierung, wie das bewusste Feiern kleiner Erfolge oder Belohnungen, verstärkt diesen Prozess zusätzlich. „So entsteht ein Kreislauf aus Sinn, realistischen Zielen, Motivation, Spaß und Erfolgserlebnissen, der nachhaltige Veränderung möglich macht“, bleibt die Expertin positiv.
Positive Motivation entsteht nicht nur durch den Wunsch, Belastungen zu überwinden, sondern auch durch Freude am Fortschritt.

Mag. Dr. Karin Flenreiss-Frankl, Psycvhologin in Wien
Bild: Eva Manhart
Erfolgreiche Menschen unterscheiden sich oft nicht dadurch, dass sie alles richtig machen. Sie kehren vielmehr nach Rückschlägen schneller zu ihren Gewohnheiten zurück. Und Rückschläge sind normal, denn ein stressiges Projekt, ein Familienfest oder schlechtes Wetter können eine neue Gewohnheit ins Wanken bringen. Wichtig ist hier, rasch wieder „in die Spur“ zu kommen. Statt immer 100 Prozent anzustreben, hilft dann die 80-Prozent-Regel: Lieber viermal pro Woche walken, als gar nicht, besser eine gesunde Mahlzeit essen, als keine, eher zehn Minuten Krafttraining, als null Minuten.
Notfallpläne erarbeiten
Legen Sie sich Notfallpläne zurecht, da die Motivation ein unzuverlässiger Partner ist. Es gilt, zu überlegen: Wie bekämpfen Sie Stress, wenn nicht mit Essen? Wo können Sie trainieren, wenn das Wetter schlecht ist?
Sehen Sie Ihre Gesundheit nicht als Aufgabe, die in ein paar Monaten erledigt ist. Sie brauchen Aufgaben, die Sie auch noch in einem Jahr erstrebenswert finden. Kleine Schritte führen zu besserem Körpergefühl, weniger Kilos oder ausreichend Schlaf.
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