Janet Jacksons berüchtigter Super-Bowl-Auftritt im Jahr 2004 soll kein Versehen gewesen sein! Ihr langjähriger Kostümdesigner Wayne Scot Lukas behauptet nun, dass die Enthüllung ihrer Brust während der Halbzeitshow gezielt inszeniert worden sei. Er sollte etwas Provokanteres als Madonnas, Britneys und Aguileras Kuss bei den MTV-Awards 2003 liefern!
In einem Interview mit „TMZ Sports“ erklärte der 61-Jährige, dass Jacksons Outfit nur zwei Tage vor dem Auftritt beim Super Bowl XXXVIII in Houston, Texas, geändert worden sei. Die Anpassung habe es Justin Timberlake ermöglichen sollen, während der gemeinsamen Performance einen Teil ihres Oberteils zu entfernen. Jackson hatte hingegen stets betont, dass es sich um ein Versehen gehandelt habe.
Es gab keine „Garderobenpanne“
Lukas widersprach insbesondere der Bezeichnung „Garderobenpanne“. Das Kleidungsstück sei eigens so konstruiert worden, dass sich ein Teil davon abnehmen ließ. „[Justin Timberlake] hat den Begriff ,Garderobenpanne‘ geprägt und damit mir die Schuld gegeben“, klagte der Designer. „Ihr müsst verstehen: Meine Mutter und ihre Bibelgruppe haben die Show geschaut und waren alle ganz aufgeregt, Waynes großes Projekt zu sehen. Und dann sagt Justin: ,Es ist nur eine kleine Garderobenpanne. Wir wollten euch etwas zum Reden geben.‘“
Der Vorfall ereignete sich am 1. Februar 2004 während der letzten Minuten der Halbzeitshow. Timberlake kam zu Jackson auf die Bühne, um seinen Hit „Rock Your Body“ zu performen. Gegen Ende des Songs zog er einen Teil ihres schwarzen Bustiers weg und entblößte ihre rechte Brust. Schätzungsweise mehr als 140 Millionen Fernsehzuschauer sahen den Moment, der nur einen Sekundenbruchteil dauerte, aber zahlreiche Beschwerden, intensive Medienaufmerksamkeit und eine Debatte über die US-amerikanischen Rundfunkstandards auslöste.
Ursprünglich sollte String-Tanga entblößt werden
Lukas zufolge war ursprünglich geplant gewesen, stattdessen kurzzeitig einen Teil von Jacksons Gesäß zu zeigen. Als Beleg präsentierte er „TMZ“ einen String-Tanga, der für die ursprüngliche Version vorgesehen gewesen sein soll. Das Konzept sei später geändert worden, um den Auftritt provokanter zu gestalten.
Als Inspiration nannte er den viel diskutierten Kuss zwischen Britney Spears, Madonna und Christina Aguilera bei den MTV Video Music Awards 2003. „Deshalb sagte Janets Choreograf Gill: ,Wir müssen etwas noch Größeres machen.‘ So kam es dazu“, schilderte er.
Auch ein Kameraschwenk und ein schwarzer Bildschirm seien für den entscheidenden Moment vorgesehen gewesen, seien bei der Liveübertragung jedoch ausgeblieben. Die Folgen hätten sowohl Jacksons als auch seine eigene Karriere getroffen. Lukas habe zahlreiche Aufträge verloren und wegen entsprechender Moralklauseln in seinen Verträgen berufliche Konsequenzen erlebt. Er habe geschwiegen und seine Freundin Janet unterstützt. Eine Versöhnung mit Timberlake habe es bis heute nicht gegeben. Das Outfit bezeichnete er als das „funktionalste Kostüm der Geschichte“. Die Produktionsentscheidungen hätten Jackson letztlich schutzlos zurückgelassen.
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