Der Super-Lambo leistet nämlich ganze 60 PS mehr als sein Vorgängermodell, das schon seit 2001 für unaussprechbare Männerträume sorgt. Das Prachtstück italienischer Autobaukunst trägt die Bezeichnung LP 640. Wobei sich LP auf die Position des Motors ("longitudinale posteriore" - hinten längs) bezieht und 640 auf die Pferdestärken, die der Stier auf den Asphalt radiert.
Design nochmal verfeinert
Noch aggressiver blickt er drein, der Bulle. Das liegt hauptsächlich an zusätzlichen Schwellern an Front und Heck. Bei letzterem fällt der mittige Auspuff in Ofenrohr-Größe, der in den Heckdiffusor integriert ist, auf. Absolutes Novum: Die linke Seite ist anders gestaltet als die rechte, was an verschiedenen Lufteinlässen für Motor- und Ölkühlung liegt. Wirkliche Design-Freaks haben zudem die Möglichkeit, ihren Lambo mit Glas-Motorhaube zu ordern, um allen Neidern ungehinderte Sicht auf das mächtige Aggregat zu bieten.
Fahrleistungen kaum mehr zu toppen
Dieses wurde zu einer wahren Rennmaschine verfeinert. Der V12 wurde von 6,2 auf 6,5 Liter vergrößert, der Zylinderkopf, Ansaugtrakt, die Kurbelwelle, Nockenwellen und Auspuffanlage erneuert. Damit kommt der Murciélago auf heftige 640 PS bei 8.000 U/min und 660 Newtonmeter. Der Sprint von null auf 100 km/h ist schon nach 3,4 Sekunden vorbei, womit sich Ferrari Enzo und Mercedes-Benz SLR McLaren mit "nur" 3,94 beschämt ins Winkerl stellen können. Zum Top-Speed wollte Lamborghini noch keine Angaben machen. Gute 340 km/h sollten aber realistisch sein. Lobenswert am Rande: die Euro-4-Abgasnorm wird erfüllt.
Wie schon beim Vorgänger wird die ungebändigte Stier-Power per Allrad auf die Straße gebracht, im Verhältnis 30 zu 70. Sollte es notwendig sein, kann die gesamte Kraft aber auch ausschließlich auf eine Achse geleitet werden. Das Sechsgang-Getriebe wird auf Wunsch in der automatischen E-Gear-Version mit Thrust-Mode (ein spezielles Beschleunigungsprogramm) geliefert. 18-Zöller mit dicken 245er vorne und noch dickeren 335er hinten machen das Supersportwagen-Outfit perfekt.
Neues Design im Innenraum
Auch der Innenraum wurde ordentlich überarbeitet. Die Sitze sollen größer und bequemer ausfallen und ein auffälliges, aber unheimlich gut passendes Rautenmuster zieht sich über alle größeren Oberflächen. Die Instrumente wurden leicht verändert und einen DVD/MP3-Player gibt's Serienmäßig - für ein Navigationssystem hat es aber wieder nicht gereicht.
Ab sofort ist es auch möglich, seinen Murciélago individuell gestalten zu lassen, was bei einem voraussichtlichen Verkaufspreis von gut 255.000 Euro wohl auch nicht mehr allzu sehr ins Gewicht fallen wird. Ein guter Bulle kostet nunmal...
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