Nach KI-Cyberangriff

OpenAI in Australien um Schadensbegrenzung bemüht

Web
06.10.2026 10:17
Porträt von krone.at
Von krone.at

OpenAI bemüht sich nach dem Zugriff eines seiner KI-Programme auf australische Regierungswebsites weiter um Schadensbegrenzung – vor allem angesichts von Plänen für den Bau riesiger Rechenzentren im Land. „Ich möchte mit einer Entschuldigung beginnen“, sagte der OpenAI-Chefstratege Jason Kwon am Dienstag bei einer Parlamentsanhörung zum Thema KI.

„Während interner Trainings und Evaluierungen haben unsere Modelle auf australische Regierungswebsites auf eine Weise zugegriffen, zu der sie nicht angewiesen waren“, fuhr er fort. „Das hätte nicht passieren dürfen. Wir hätten auch besser darauf reagieren müssen.“ Weiter sagte Kwon: „Wir wissen, dass wir Arbeit vor uns haben, um das Vertrauen der australischen Bevölkerung wiederherzustellen. Wir sind entschlossen, diese Arbeit zu leisten.“

Ein Programm des ChatGPT-Entwicklers hatte im Juni eine Website der australischen Regierung gehackt. Der auf KI basierende Agent griff nach Angaben von Australiens Premierminister Anthony Albanese auf öffentliche und nicht öffentliche Dateien der für Gesundheit zuständigen Statistikbehörde zu.

Albanese zufolge ereignete sich der Vorfall bereits im Juni. OpenAI machte die australische Regierung jedoch erst am 10. September auf den Vorfall aufmerksam – und zwar in einer E-Mail an ein allgemeines Postfach, das nur einmal am Tag überprüft wird.

Widerstand gegen geplantes Rechenzentrum
Das US-Unternehmen OpenAI ist am Bau eines großen Rechenzentrums am Rande der australischen Metropole Sydney beteiligt. KI-Unternehmen sehen sich jedoch mit wachsendem Widerstand vor Ort konfrontiert. Viele Australier stellen etwa den ökologischen Fußabdruck der stromfressenden Rechenzentren infrage.

Zudem waren in den vergangenen Monaten immer wieder Zwischenfälle bekannt geworden, bei denen sich KI-Agenten selbstständig gemacht hatten und anders agierten als vorgesehen. Zuletzt waren Forderungen nach einer langsameren Entwicklung von KI in den USA und in Europa lauter geworden.

Südkoreas Präsident Lee Jae-myung sagte am Dienstag, KI könnte bei einer Reihe von Cyberangriffen auf den Finanzsektor des Landes zum Einsatz gekommen sein. Mehr als sieben Finanzinstitute, darunter einige der größten Banken Südkoreas, hatten in der vergangenen Woche Datenschutzverletzungen gemeldet.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung