Dank innovativer Therapien überleben immer mehr Hautkrebs-Patienten! Mittlerweile haben bereits die Hälfte jener, die an einem Stadium 4-Melanom erkrankt sind, 10 Jahre und mehr. Mithilfe von neuartigen, therapeutischen mRNA-Impfstoffen, die zurzeit entwickelt werden, soll künftig die Überlebensrate noch weiter gesteigert werden.
In Österreich erkranken jedes Jahr bis zu 1800 Menschen an schwarzem Hautkrebs. „Starben vor 15 Jahren im Regelfall alle mit Melanom – sprich schwarzen Hautkrebs – im Stadium IV innerhalb von 14 Monaten, sind heute an die 50 Prozent der betroffenen Menschen nach 10 Jahren noch am Leben“, freut sich Prim. Univ.-Prof. DDr. Christian Posch, Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten und Präsidiumsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie.
Krebs besser im Griff
Bei einem Melanom im Stadium IV sind nicht nur die Lymphsysteme, sondern auch andere Organe wie Leber, Lunge oder Hirn betroffen. Dieser Behandlungserfolg wurde durch die Entwicklung der Immuntherapie möglich, dessen erste Anwendung die Behandlung des Melanoms war und von hier aus auch für die Behandlung anderer Krebserkrankungen weiterentwickelt wurde.
Impfstoffe in Erforschung
Um den schwarzen Hautkrebs noch besser behandeln zu können, wird derzeit auch stark an therapeutischen Impfstoffen geforscht. „Basierend auf der mRNA-Technologie werden personalisierte, therapeutische Impfungen entwickelt, die bei einem bestimmten Risikoprofil unterstützend angewandt werden sollen“, erklärt Prim. Posch. Vorstellbar ist so eine mRNA-Impfung bei Fällen, in denen das Melanom zwar vollständig entfernt werden konnte, aber durch die Impfung verhindert werden soll, dass die Erkrankung zurückkehrt.
Weißer Hautkrebs am häufigsten
Nach wie vor stellen die häufigsten Hautkrebserkrankungen jedoch Keratinozytenkarzinome dar, die im Volksmund auch „weißer Hautkrebs“ genannt werden. Sie entstehen durch die UV-Schädigung der Oberhaut und treten in unterschiedlicher Form bei fast jedem zweiten Menschen über 60 Jahren auf.
Der weiße Hautkrebs tritt in folgenden Arten auf: Die aktinische Keratose ist eine durch UV-Licht verursachte Vorstufe von Hautkrebs, aus der sich ein Plattenepithelkarzinom entwickeln kann, das aggressiv werden und in manchen Fällen auch Metastasen bilden kann. Das Basalzellkarzinom, die häufigste Form des weißen Hautkrebses, wächst meist langsam und bildet nur sehr selten Metastasen.
Sonnenschutz muss immer sein!
„Der persönliche Schutz der Haut vor übermäßiger UV-Strahlung ist essenziell. Es soll darauf geachtet werden, dass es zu keinem Sonnenbrand kommt und auch die Haut generell nicht zu braun wird“, betont Prim. Posch. Es gilt: Verzicht von Solarium und Sonnenliegen, Verwendung von Sonnencreme und langer Kleidung, Aufenthalt im Schatten.
„Zusätzlich zum Schutz vor übermäßiger UV-Strahlung braucht es auch die Aufmerksamkeit für die Veränderung der eigenen Haut beispielsweise durch Selbst- oder Partneruntersuchungen der Haut. Wer neue, wachsende, blutende, juckende oder deutlich veränderte Hautveränderungen bemerkt, sollte ärztliche Abklärung suchen“, so der Dermatologe.
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