Tausende Aktenseiten, Hunderte Zeugen, schwere Vorwürfe: Auch nach zwei Jahren Betrugsermittlungen in einer Kärntner Kassenarztpraxis ist nicht klar, ob bei den Vorsorgeuntersuchungen wirklich falsch abgerechnet wurde – daher hat die Richterin nun die Notbremse gezogen, zum Ärger der Staatsanwaltschaft.
Anfangs war von mehreren Hunderttausend Euro die Rede, die sich eine Kärntner Kassenärztin mit Fake-Untersuchungen von den Sozialversicherungsträgern erschlichen haben soll – übrig geblieben ist nach langen Ermittlungen ein 36-Seiten-Strafantrag mit einem angeklagten Schaden von exakt 20.845,51 Euro, der bei 491 Patienten laut Staatsanwaltschaft falsch verlangt worden wäre.
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