Der oberösterreichische Gehäuse- und Maschinenbauspezialist Schinko erweitert seinen Standort trotz der Konjunkturflaute. Im „Krone“-Gespräch erklärt der Chef, wieso das Mühlviertler Familienunternehmen ausgerechnet jetzt investiert.
„Wir wollen nicht zuwarten, bis wieder alle bauen – für uns ist jetzt der richtige Zeitpunkt“, sagt Gerhard Lengauer, Geschäftsführer des Maschinenbauers Schinko aus Neumarkt im Mühlkreis. Die Mühlviertler investieren zwölf Millionen Euro – bei einem Jahresumsatz von zuletzt 21,5 Millionen Euro – in den Ausbau ihres Standortes.
Und das, obwohl die Konjunktur immer noch nicht so richtig anspringt. „Wir haben uns auf wenige Nischen fokussiert: auf Spezialmaschinen“, sagt Lengauer. „Wenn die Wirtschaft boomt, sind Standardmaschinen gefragt. In schwierigen Zeiten sind hingegen Spezialmaschinen gefragt“ – so sei auch derzeit Wachstum möglich.
Neue Anlage kann mit Strom betrieben werden
Um dafür gerüstet zu sein, bauen die Mühlviertler nun eben aus. Baustart ist Anfang Oktober, die Fertigstellung des Gebäudes – die bestehende Halle wird um 50 Meter verlängert, dazu entsteht auf einem neuen Geschoss ein weiteres Montageareal – sowie der technischen Anlagen ist für Ende 2027 geplant.
Herzstück der Investition ist eine neue Pulverbeschichtungsanlage. Sie soll moderner und damit effizienter sein und hat laut Lengauer noch einen weiteren Vorteil: Die alte Anlage wird mit Gas betrieben, die neue läuft auch mit Strom. Um sie zu betreiben, erweitert die Firma parallel dazu auch ihre PV-Anlage.
Vom Ein-Mann-Betrieb zu 150 Mitarbeitern
Die Firma Schinko entwickelt und realisiert Gehäuse für Maschinen oder überhaupt Anlagen und Maschinen selbst. Etwas mehr als die Hälfte der Erlöse erwirtschaften die Mühlviertler in Österreich. Daneben sind Deutschland, die Schweiz, Ostfrankreich, Holland, Dänemark und Belgien wichtige Märkte.
Das Unternehmen startete vor 36 Jahren als Ein-Mann-Betrieb. Mittlerweile hat das Unternehmen rund 150 Mitarbeiter, darunter fast 30 Lehrlinge. Der Betrieb befindet sich nach wie vor in Familienbesitz: Unternehmensgründer Michael Schinko hält 75 Prozent der Anteile.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.