Sie helfen, wenn Tiere in Not geraten, schenken geretteten Vierbeinern ein Zuhause oder bringen Kindern den respektvollen Umgang mit Tieren näher: Jene Menschen, die sich mit Herz und Einsatz für den Tierschutz starkmachen, standen am Dienstagabend beim Bundestierschutzpreis im Mittelpunkt.
Über 100 geladene Gäste waren bei der feierlichen Gala im Sozialministerium dabei, als Tierschutz-Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) den Bundestierschutzpreis erstmals seit 2018 wieder verlieh. Zwei Hauptpreise, zwei Jurypreise und ein Ehrenpreis wurden vergeben, erstmals wurden außerdem auch Schulklassen ausgezeichnet – ein Zeichen dafür, dass Tierschutz nicht erst im Erwachsenenalter beginnt.
„Heute Abend standen Menschen im Mittelpunkt, die sonst selten im Rampenlicht stehen“, sagte Königsberger-Ludwig. Viele von ihnen seien zur Stelle, wenn ein Tier Hilfe brauche – ehrenamtlich, in ihrer Freizeit und meist ohne großes Aufsehen. Genau dieses Engagement sollte mit dem mit insgesamt 14.000 Euro dotierten Bundestierschutzpreis sichtbar gemacht und gewürdigt werden.
Die Station ist rund um die Uhr über eine Notrufnummer erreichbar und betreibt ein Fledermaus-Heim in Wien sowie Pflegestellen in sechs weiteren Bundesländern. Allein im Vorjahr wurden über 1.400 Fledermäuse aufgenommen und versorgt – ehrenamtlich organisiert.
Die Hauptpreise sind mit je 5.000 Euro dotiert,
die Jurypreise mit je 2.000 Euro.
Die ausgezeichneten Projekte zeigen dabei die unterschiedlichen Seiten des Tierschutzes: von unmittelbarer Hilfe und Versorgung über Aufklärung bis hin zu Bildungsarbeit. Besonders viel Raum bekam an diesem Abend auch die nächste Generation. Erstmals konnten Schulklassen in eigenen Kategorien ausgezeichnet werden. Damit rückte ein Thema in den Mittelpunkt, das beim Festakt immer wieder betont wurde: Wer schon als Kind lernt, Tiere zu respektieren und Verantwortung zu übernehmen, kann dieses Wissen weitertragen.
Für die ausgezeichneten Schulklassen gibt
es einen Exkursionstag zu einem Tierstandort.
Die Auszeichnungen für die Schulen wurden in Kooperation mit dem Verein „Tierschutz macht Schule“ vergeben. Denn auch dessen 20-jähriges Bestehen wurde im Rahmen des Festakts gefeiert. Seit der Gründung im Jahr 2006 bringt der Verein Tierschutzwissen mit Unterrichtsmaterialien und Workshops in Kindergärten, Schulen und weitere Bildungseinrichtungen. Bis heute wurden laut Geschäftsführerin Lea Mirwald 1,5 Millionen Materialien verwendet.
Durch den Abend führte „Krone“-Tierecke-Leiterin Maggie Entenfellner. Eröffnet wurde die Veranstaltung vom Kinderchor der Volksschule Langau, die Abschlussworte sprach Bundesministerin Korinna Schumann. Sie betonte, wie viel bewegt werden könne, wenn Wissen und Herz miteinander verbunden werden. Und so wurde an diesem Abend nicht nur ein Preis verliehen, sondern vor allem eines sichtbar: Wie viele Menschen ihre Zeit, ihr Wissen und ihre Kraft dafür einsetzen, dass es Tieren besser geht.
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