Fußballtrainer Michael Steiner nutzt die Zeit nach seiner Freistellung in Prag für unterschiedliche Aktivitäten. Der Salzburger bildet sich fort am Platz, aber auch sprachlich. Sein neues Projekt kann alles sein.
Das nationale Double geholt, außerdem im Halbfinale der Europa League gestanden: Michael Steiner hat mit dem Damenteam von Sparta Prag eine erfolgreiche Saison 2025/26 gehabt. Doch im September war es plötzlich wieder vorbei, stellte der tschechische Klub den Salzburger frei. „Es ist ganz normal, dass man das eine Zeit lang verarbeitet und man sich neu aufstellt“, erklärt der 52-Jährige, der wieder in seinem Zuhause in Wien lebt. Die Entlassung sieht er nicht so tragisch: „Alle in diesem Geschäft wissen, wie man damit umgeht. Es geht keine Welt unter.“
Alle in diesem Geschäft wissen, wie man damit umgeht. Es geht keine Welt unter.

Michael STEINER
Bild: Sparta Prag
Der Trainer des Jahres im tschechischen Frauenfußball der vergangenen Saison weiß auch schon, was er mit seiner freigewordenen Zeit anfangen kann: „Hospitationen und Fortbildungen. Das ist so das Standardprogramm, das ich für mich habe“, betont der ehemalige Austria-Salzburg-Spieler. Außerdem hat er für sich selbst die Faszination des Lernens neuer Sprachen entdeckt. „Ich lerne schon eine Zeit lang Spanisch, das möchte ich so gut können wie Englisch.“
Steiner ist für alles offen
Durch sein Engagement in Tschechien beherrscht er Englisch mittlerweile fließend, was auch einer der Hauptgründe für ihn war, ins Ausland zu gehen. Was die Zukunft betrifft, ist er bereit, seinen Horizont wieder zu erweitern. Ob es in eine Akademie, ins Ausland, innerhalb Österreichs oder wieder zu einem Frauenteam geht, ist ihm nicht wichtig. „Mir taugt’s, wenn es abwechslungsreich ist. Ich lasse es auf mich zukommen“, sagt Steiner, der sich in der Theorie alles vorstellen kann. „Das mit Prag hat sich sofort gut angefühlt für mich, das spürt man gleich und ist vorher nicht geplant.“ Mit einem Doublegewinn liest sich die eigene Vita auch nicht schlecht . . .
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