


Eine Patientin aus Niederösterreich erzählt, wie sie nach einem Herzanfall und Operationen durch einen Rehaaufenthalt wieder auf die Beine kam. Aufgeben war für sie nie ein Thema.
Es ist oft ein ganz gewöhnlicher Moment, der das Leben für immer verändert. Bei der heute 30-jährigen Shirin Rebecca Harold war es ein Vormittag am Hauptplatz in Tulln. Zwei Wochen nach der Geburt ihres zweiten Sohnes war sie mit ihrer Schwiegermutter und dem Baby unterwegs. „Mir ging es schon länger nicht gut“, erzählt sie. „Aber ich habe alles auf die Geburt und das Wochenbett geschoben.“ Dann wurden ihre Füße taub, kurz darauf brach sie zusammen.
Was folgte, waren dramatische Wochen: Hubschraubertransport ins Krankenhaus, stundenlange Operationen aufgrund arterieller Verschlüsse, Intensivstation. Frau Harold lag zwei Wochen im Tiefschlaf und war mehrere Tage an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen. „Die ersten Schritte fühlten sich an wie ein Marathon“, erinnert sie sich. Mit einem Herzschrittmacher verbesserte sich ihre Herzleistung dann deutlich.
Der nächste Schritt: die Herz-Rehabilitation.
2023 kam Shirin Rebecca Harold erstmals zur Reha nach Groß Gerungs – damals noch mit Rollator. „Ich war die Jüngste, aber die Älteren waren unglaublich herzlich“, erinnert sie sich. Mit gezielter Bewegungstherapie fand sie Schritt für Schritt zurück zu mehr Mobilität. Irgendwann ließ sie den Rollator im Zimmer stehen. Eine zweite Reha folgte 2025, 2026 ist sie nun bereits zum dritten Mal zur Herz Rehabilitation in Groß Gerungs (NÖ).
In der aktuellen Reha zeigt sich deutlich, was sie erreicht hat. Ihre körperliche Leistungsfähigkeit hat sich stetig verbessert. Beim Belastungs-EKG erreicht sie heute eine deutlich höhere Wattleistung als im Jahr zuvor. Auf Basis des Belastungs-EKGs wird die individuelle Leistungsfähigkeit bestimmt und der persönliche Trainingspuls (Trainingsherzfrequenz) errechnet. Diese Werte bilden die Grundlage für ihr Training.



Während der Reha erlebt sie Bewegung in sicherer Umgebung und kann ihre Belastung sowie den Puls kontrolliert austesten. Ausdauer und gezieltes Krafttraining gehören fix dazu. Gerade bei Herzschwäche ist Krafttraining besonders wichtig, weil gut trainierte Muskeln den Alltag erleichtern und das Herz entlasten.
Leben mit Herzschwäche und Schrittmacher
Ausdauertraining stärkt Herz und Kreislauf und verbessert die Belastbarkeit im Alltag. Auf die Frage, welche Bewegungstherapie ihr am meisten gefällt, erzählt sie: „Besonders die Wirbelsäulengymnastik.“ Ein verlässlicher Begleiter ist immer ihr Pulsuhr – sie gibt Sicherheit und Vertrauen.
Neben Bewegung profitiert sie auch von der psychologischen Beratung. Die Gespräche helfen ihr, besser mit ihren Ängsten umzugehen und auf sich und ihre Grenzen zu achten. „Wenn der Körper Stopp sagt, dann ist Stopp“, sagt sie. Auch alte Prägungen – etwa im Zusammenhang mit Ernährung – werden behutsam aufgearbeitet.


In ihrer Küche setzt sie heute auf saisonales, regionales und salzarmes Kochen. Viele Impulse dazu nahm sie aus der Reha mit. „Alle Kochbücher aus Groß Gerungs stehen bei mir schon im Regal“, sagt sie schmunzelnd. Auch das vermittelte Wissen aus Vorträgen und Gesprächen unterstützt sie im Alltag.
Ein langfristiges Ziel ist wieder arbeiten gehen zu können. Früher war sie Köchin – ein körperlich anspruchsvoller Beruf. Deshalb ist die Reha für sie so wichtig. „Entscheidend ist, das Gelernte zu Hause weiterzumachen – sagt sie. Bewegung ist heute fixer Bestandteil ihres Alltags. Was sie anderen Menschen mit Herzschwäche rät? „Egal wie schlecht es am Anfang ist – es wird besser.“ Aufgeben war für sie nie Thema.
Die Geschichte von Shirin Rebecca Harold zeigt, wie wirksam Herz-Reha sein kann. Klare Ziele, Bewegung und konsequentes Dranbleiben ermöglichen auch mit Herzschwäche ein selbstbestimmtes Leben.
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Podcast „Das Echo des Lebens“
Wer tiefer in Shirin Rebecca Harolds persönliche Erfahrungen eintauchen möchte, findet in ihrem Podcast „Das Echo des Lebens – zwischen Stillstand und zweiter Chance“ zusätzliche Einblicke. Darin spricht sie über ihre Zeit nach der plötzlichen Herzerkrankung, den Umgang mit Angst und Rückschlägen sowie darüber, wie es gelingen kann, nach einer existenziellen Diagnose wieder Vertrauen in den eigenen Körper zu finden.
Wo das Herz Kraft tankt
Das Herz-Kreislauf-Zentrum Groß Gerungs ist spezialisiert auf die Prävention und Rehabilitation von Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Inmitten des Waldviertler Natur und in absoluter Ruhelage gelegen, bietet das Kompetenzzentrum für kardiale Gesundheit eine sichere und ideale Umgebung für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, um sich zu erholen und neue Kraft zu tanken.
Das Unternehmen ist Vertragspartner der Österreichischen Sozialversicherungen und Partnerbetrieb von Beste Gesundheit.
Herz-Kreislauf-Zentrum Groß Gerungs
Kreuzberg 310
3920 Groß Gerungs
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