Auch wenn der Freitag ergebnistechnisch nicht ganz nach Wunsch verlaufen ist, Springreiter Max Kühner hat das Erstrunden-Aus im Teambewerb der Global Champions Tour vor Schloss Schönbrunn gelassen hingenommen!
Schließlich befinden sich Österreichs Nummer 1 und sein Pferd Vivo de Muze PS in der Kennenlern-Phase. „Wir sind ja noch ein junges Paar“, meinte der 52-Jährige, der mit dem zehnjährigen Wallach auch am Sonntag im Grand Prix an den Start geht.
„Natürlich hätte ich mir gewünscht, dass ...“
Für Kühner waren es insgesamt zwei Abwürfe und damit einer zu viel, um sich mit den Shanghai Swans für die zweite Runde des Bewerbs der „Global Champions League“ zu qualifizieren. Der fehlerfreie Ritt seines deutschen Team-Partners Christian Ahlmann reichte nicht, am Ende stand Rang elf und die Zuschauerrolle im zweiten Durchgang der besten zehn Teams. „Natürlich hätte ich mir jetzt gewünscht, dass wir hier einen guten Nuller hinlegen und in der zweiten Runde gewesen wären“, sagte Kühner, der seinen „Neuen“ erstmals in vergleichbarem Rahmen reitet.
„Die Fehler sind nur Abstimmungsthemen gewesen. Dort, wo er den ersten Fehler gemacht hat, wollte ich ihn eigentlich in einer Art und Weise besonders gut unterstützen. Aber er konnte damit jetzt nicht so viel anfangen“, berichtete Kühner von seiner Runde und den Kommunikationsproblemen mit Vivo. „Dann habe ich ein bisschen umgestellt, aber beim letzten Sprung hat es mich dann etwas eingeholt.“ Kühner hält große Stücke auf den präsumtiven Nachfolger seines aktuellen Erfolgspferdes EIC Cooley Jump the Q. „Er ist ein schlaues Pferd.“
„Noch ein langer Prozess“
Nun gelte es, die „goldene Mitte“ zu finden. Bis zum mit 308.000 Euro dotierten Grand Prix am Sonntag (20.15 Uhr) wird das Duo diese wohl nicht finden. „Mit Sicherheit ist das noch ein langer Prozess. So eine Partnerschaft dauert Monate, wenn nicht sogar manchmal Jahre“, meinte Kühner. Ein Topresultat sei aber prinzipiell auch in dieser Phase möglich. „Man kann dann auch mal null sein und ein gutes Ergebnis haben, obwohl die Abstimmung trotzdem noch nicht so ganz gut war.“
Den Sieg vor fast 5000 Zuschauern holte sich zum ersten Mal in diesem Jahr das Team der Scandinavian Vikings mit dem Niederländer Jur Vrieling auf Grand Slam VDL und der Französin Lara Tryba mit Shotgun vor dem Team Riesenbeck und Istanbul Warriors.
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