Welcher Knipser würde dem Hit in Puch am Freitag den Stempel aufdrücken können? Straßwalchens Ligatopknipser Chudoba oder doch Ex-Zweitliga-Fachkraft Sorda auf Seiten der Gastgeber? „Genau“, dachte sich Puch-Offensivmann Maxi Grasegger. Und fügte dem Primus per Traumtor die erste Niederlage zu.
Kurios, aber doch. Während in den beiden Parallelspielen der neunten Salzburger Liga-Runde ganze 15 Tore fielen, blieb es beim Schlager lange ruhig. Bis die 80. Minute kam. Nach vermeintlichem Foul im Strafraum forderten die Tennengauer vergeblich Elfmeter. Der Ball ging an Grasegger, der sich kurzerhand aus 30 Metern ein Herz fasste – und den Ball ins kurze Kreuzeck schlenzte! Es sollte das Tor des Tages bleiben.
„Ich habe einfach draufgehalten und gehofft“, beschrieb der Goldtorschütze im Anschluss die Szene. Der Ball, den Keeper Hänsel spät sah, senkte sich mit viel Drall unter die Latte. „Egal, wer getroffen hat. Wir haben das heute als Mannschaft gewonnen. Jeder hat für jeden alles gegeben. Die Stimmung ist so toll hier! Jetzt bin ich aber tot und muss mich vorbereiten.“ Und zwar auf die Einstandsfeier, die mit einem Grillfest auf eigener Anlage am Samstag über die Bühne geht. Im Idealfall samt schönen Gesangseinlagen.
Knipser im Abschlusstraining verletzt
Straßwalchen-Coach Markus Scharrer erklärte: „Leider hat sich Chudoba im Abschlusstraining an der Leiste verletzt. Ihn hätte wir in so einem Spiel gut gebrauchen können. Aber es hilft nichts. Sie haben nicht unverdient gewonnen.“ Was auch Puch-Pendant Daniel Buhacek so sah: „Das war zu hundert Prozent verdient. Umso schöner, dass morgen die Feier ansteht. Und dann können wir gegen Bürmoos nachlegen und schauen, dass der Rückstand weniger wird.“ Aktuell sind es vier Punkte auf den Ersten. Die Fans ließen sich auch nicht lumpen, zündeten im Anschluss Leuchtfeuer und Rauchtöpfe. „Unser Hooligans, die im Schnitt elf Jahre alt sind, haben alles investiert“, grinste der Coach.
Sieg wie vom Trainer geordert
Währenddessen lief Eugendorf in Neumarkt lange einem Rückstand nach. „Wir haben 60 Minuten dominiert, waren so viel besser“, meinte Neumarkt-Obmann Michael Thalhammer. Doch der Doppelpack von Rakic war nicht genug (8., 55.). Binnen neun Minuten drehten die Gäste das Spiel. „Wir haben es in der Pause angesprochen, weil sie so hoch gestanden sind. Und so ist es dann gekommen“, meinte Gästecoach Florian Königseder. Gemeint sind zwei Diagonalbälle auf links, die Pichler jeweils vom Sechzehner-Eck per Aufsetzer ins lange Eck verwertete. Zudem legte er das 3:2 durch Peric von links in den Rückraum auf. Den Schlusspunkt setzt nach dem 3:3 (Kopfball nach Freistoß) schließlich Joker Feiser im Nachsetzen – 3:4.
Gäste siegten bei Torgala
Im Aufsteigerduell ging Berndorf gegen Golling durch Maier in Führung. „Dann fallen wir bei Gegentoren zu schnell ab. Da müssen wir noch lernen“, haderte Sportchef Werner Baier nach dem 3:5. Denn Golling drehte die Partie bis zur Pause auf 4:2. Aufs erneute Anschlusstor – einen Rösslhuber-Handelfer – ließ Ruiz per Heber an die Innenstange den Siegtreffer folgen. „Gut für die Moral. Viele Spieler sind angeschlagen. Für die Stimmung ist es toll und wir hätten auch höher gewinnen können“, hielt Golling-Übungsleiter Philip Buck fest.
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