Gesund alt werden! Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören zu den häufigsten gesundheitlichen Problemen im höheren Lebensalter. Warum man früh mit Vorbeugung anfangen sollte, und wie man sowohl körperlich als auch geistig fit bleiben kann, erfahren Sie hier.
Bluthochdruck, erhöhte Cholesterinwerte, Diabetes, Rauchen, Übergewicht und Bewegungsmangel können die Gefäße über viele Jahre schädigen. Dadurch steigt unter anderem das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Deshalb sollte man rechtzeitig auf einen gesünderen Lebensstil achten.
Regelmäßige Bewegung ist eine der wichtigsten Maßnahmen zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Empfehlenswert sind dabei Ausdaueraktivitäten wie zügiges Gehen, Radfahren oder Schwimmen. Ergänzend sollte das Krafttraining nicht vernachlässigt werden, weil eine ausreichende Muskelmasse im Alter für Mobilität und Selbstständigkeit entscheidend ist. Auch Gleichgewichtsübungen können helfen, Stürzen vorzubeugen.
Regelmäßig durchchecken lassen
Ebenso wichtig sind Gesundheitskontrollen. Blutdruck, Blutzucker und Blutfettwerte sollte man entsprechend dem individuellen Risiko überprüfen lassen. Werden erhöhte Werte festgestellt, können Lebensstiländerungen und – falls erforderlich – Medikamente das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich reduzieren.
Ernährung für ein gesundes Gefäßsystem
Eine dritte wichtige Säule ist abwechslungsreiche, überwiegend pflanzliche Ernährung. Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Nüsse und Samen liefern Ballaststoffe, Vitamine und andere wertvolle Nährstoffe. Fisch kann je nach persönlichen Ernährungsgewohnheiten ebenfalls Bestandteil eines herzfreundlichen Speiseplans sein.
Günstig ist es, stark verarbeitete Lebensmittel, große Mengen an Zucker und gesättigten Fetten möglichst nicht zu oft zu konsumieren. Auch ein hoher Salzkonsum kann bei Menschen mit entsprechender Veranlagung den Blutdruck erhöhen. Nicht eine einzelne „Superfood“-Zutat entscheidet über die Gesundheit, sondern vor allem das langfristige Ernährungsmuster.
Nervensystem im Alter unterstützen
Auch das Gehirn und die Nerven verändern sich mit zunehmendem Alter. Ein gewisses Nachlassen von Verarbeitungsgeschwindigkeit oder Gedächtnisleistung kann normal sein. Eine ausgeprägte oder rasch zunehmende Verschlechterung sollte dagegen ärztlich abgeklärt werden.
Was dem Herzen hilft, unterstützt häufig auch das Gehirn: regelmäßige Bewegung, gute Blutdruckeinstellung, Nichtrauchen, ausreichender Schlaf und ausgewogene Ernährung tragen zur Gefäßgesundheit und damit auch zur Versorgung des Gehirns bei.
Geistige Aktivität sinnvoll
Lesen, Musizieren, eine neue Sprache lernen, handwerkliche Tätigkeiten oder das Erlernen neuer Fähigkeiten fordern das Gehirn. Ebenso wichtig sind soziale Kontakte. Gespräche, gemeinsame Aktivitäten und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben können das geistige und psychische Wohlbefinden fördern.
Schlaf und Stress nicht unterschätzen
Erholsamer Schlaf ist für Gehirn, Stoffwechsel und Herz-Kreislauf-System wichtig. Deshalb sollte auf regelmäßige Schlafzeiten und eine möglichst ruhige Schlafumgebung achten. Anhaltende Schlafprobleme, insbesondere starkes Schnarchen mit Atemaussetzern oder ausgeprägte Tagesmüdigkeit, sollten medizinisch abgeklärt werden.
Auch chronischer Stress kann sich ungünstig auf die Gesundheit auswirken. Entspannung, Bewegung, soziale Kontakte und regelmäßige Erholungsphasen können helfen, Stress besser zu bewältigen.
Alkohol und Tabak
Rauchen gehört zu den wichtigsten vermeidbaren Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Gefäßschäden. Rauchstopp ist in jedem Alter sinnvoll. Beim Alkohol gilt: Weniger ist besser. Wer Alkohol trinkt, sollte die Menge möglichst gering halten.
Medikamente richtig einnehmen
Mit zunehmendem Alter steigt häufig die Zahl der regelmäßig eingenommenen Medikamente. Dadurch können Wechselwirkungen und Nebenwirkungen wahrscheinlicher werden. Medikamente sollten deshalb regelmäßig gemeinsam mit dem behandelnden Arzt überprüft werden.
Wichtig: Blutdruck- oder Cholesterinmedikamente sollten nicht eigenständig abgesetzt werden, auch wenn man sich gut fühlt. Viele Risikofaktoren verursachen lange Zeit keine Beschwerden.
Gesundes Älterwerden bedeutet nicht, jede Erkrankung verhindern zu können. Es bedeutet vielmehr, beeinflussbare Risiken frühzeitig zu erkennen und möglichst lange körperlich, geistig und sozial aktiv zu bleiben.
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