Während Prinz Harry (42) mit seiner Rückkehr nach Großbritannien und Onkel Charles Spencer (62) mit seinem neuen Buch für frischen Royal-Wirbel sorgen, machen Kate (44) und William (44) lieber das, was sie am besten können: einfach „Ruhe bewahren und weitermachen“. Ganz im Sinne von Queen Elizabeth II.
Das Prinzenpaar reiste am Donnerstag auf die schottische Insel Bute und besuchte die Hauptstadt Rothesay, einen Ort, der eng mit ihren eigenen Adelstiteln verbunden ist. Denn in Schottland tragen William und Kate die Titel Herzog und Herzogin von Rothesay. Ihr Besuch in der gleichnamigen Stadt hatte deshalb auch einen symbolischen Charakter.
Zum Auftakt ihres Tagesprogramms machten die Waleses Halt beim traditionsreichen Bute Shinty Club. Die Sportart Shinty gehört zu den ältesten schottischen Traditionen und wird auf der Insel seit Generationen gespielt. Der Verein wird vollständig von Ehrenamtlichen getragen und gilt als wichtiger Treffpunkt für die Gemeinschaft.
William und Kate wollten vor allem eines sichtbar machen: den Wert von Zusammenhalt, freiwilligem Engagement und starken Nachbarschaften. Deshalb trafen sie nicht nur Vereinsmitglieder, sondern suchten auch das Gespräch mit Anwohnern und engagierten Helfern vor Ort.
Später stand ein Besuch im beliebten Anchor Tavern Pub auf dem Programm. Dort informierten sich die Royals darüber, wie wichtig alltägliche Begegnungen für das soziale Leben einer Gemeinde sind.
Auftritt in Schottland in stürmischen Zeiten
Der Schottland-Termin fällt in eine Zeit, in der Harry und Meghan nach ihrer Rückkehr nach Großbritannien erneut für Schlagzeilen sorgen. Der Schulstart ihrer Kinder endete im Chaos. Eltern verbreiteten den Elternchat von Meghan, die Security kam ihrem Wagen im morgendlichen Elternverkehr nicht hinterher. Die Konsequenz: Die Kinder mussten nach zwei Tagen die Schule wechseln.
Zugleich sorgte Williams Onkel Charles Spencer für einen Eklat, indem er in seinem Diana-Buch behauptete, der heutige König Charles hätte nach dem Tod der Prinzessin telefonisch mit ihm gestritten. „Wir werden sie früh genug vergessen!“, soll der damalige Prinz Charles ausgerufen haben. Der Palast reagierte prompt und erklärte, dass die Erinnerungen eines trauernden Bruders möglicherweise verzerrt sein könnten.
„Ruhe bewahren und weitermachen“
Doch William und Kate haben den Wunsch, sich von all dem nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Mehrere Beobachter erklärten gegenüber britischen und amerikanischen Medien, das Paar grenze sich ab und lasse sich von Harry und Meghan nicht irritieren. Experte Simon Vigar beschreibt die Haltung des Paares treffend: Es gelte das Motto „Ruhe bewahren und weitermachen“. Harry und Meghan seien für die beiden inzwischen eher „eine Randnotiz und alte Geschichte“.


Auch die ehemalige Pressesprecherin von Queen Elizabeth II., Ailsa Anderson, macht deutlich, worauf die Waleses ihren Blick richten. William und Kate würden „Themen ins Rampenlicht stellen, die ihnen wirklich wichtig sind“.
Tatsächlich konzentrieren sich die beiden derzeit vor allem auf ihre Familie und ihre Aufgaben für die Krone. Erst vor wenigen Tagen begleiteten sie Sohn Prinz George an seinen ersten Tagen am Eton College. Zudem absolvierten sie mehrere gemeinsame Termine, darunter einen Auftritt zum Welttag der Suizidprävention.
An eine Annäherung der zerstrittenen Brüder glaubt dagegen kaum noch jemand. Royal-Autor Russell Myers sagt: „Williams Haltung ist eindeutig. Welche Beziehung sein Vater zu Harry oder den Sussexes pflegt, ist allein dessen Sache.“ Für die Zukunft sehe William jedoch „überhaupt keine Beziehung mehr, weder beruflich noch privat“.
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