Thomas Tuchel hat sich selbstkritisch zur Niederlage im WM-Halbfinale gegen Argentinien geäußert. Vor allem in der zweiten Halbzeit habe es seine Mannschaft nicht geschafft, das Spiel zu kontrollieren und lediglich „auf den Tod gewartet“ ...
Zur Erinnerung: In der 55. Spielminute hatte Anthony Gordon die „Three Lions“ zwar in Führung gebracht, anschließend kam von den Engländern jedoch wenig, während Argentinien den Druck in der Offensive deutlich erhöhte. Mit Erfolg – Enzo Fernandez (85.) und Lautaro Martinez (90+2.) schossen die Truppe von Lionel Scaloni mit späten Treffern ins Finale.
„Wir sind in eine Denkweise verfallen, das Spiel einfach nur zu überstehen. So haben wir gespielt. Wir haben gespielt, als wären nur noch drei, vier Minuten übrig – dabei waren es noch 30 bis 40 Minuten“, erinnerte sich Tuchel im FA-Format „Reflections: England‘s World Cup Journey“.
Zu passiv
Nach Gordons Treffer habe England zu vorsichtig agiert und damit das Spiel aus der Hand gegeben. „Wir warteten auf unseren Tod“, formulierte es der Teamchef drastisch. Auch sich selbst macht der Deutsche noch heute Vorwürfe: „Niemand ist mehr enttäuscht als ich. Man kann sich jetzt endlos quälen und sich fragen, ob wir mit einer anderen Auswechslung gewonnen hätten. Man wird es nie erfahren.“
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