Leser fragen

„Wie kann ich Nasenbluten am besten stoppen?“

Gesund - Leser fragen
03.09.2026 10:00

Leser fragen, Experten antworten zu den brennendsten gesundheitlichen Themen. Klaus W. (55) möchte gerne wissen: „Leider habe ich immer wieder lästiges Nasenbluten. Was ist hier die beste Selbsthilfe?“ 

Hals-Nasen-Ohren-Facharzt Dr. Stefan Edlinger in Wien: Nasenbluten tritt besonders häufig in den kommenden kälteren Monaten auf, wenn die Schleimhäute durch trockene Innenluft spröde werden und leichter einreißen. Schon kräftiges Schnäuzen oder kleine Reizungen vermögen dann auszureichen, um die feinen Gefäße im vorderen Nasenseptum zu verletzen.

Setzt eine Blutung ein, hilft es, sich aufrecht hinzusetzen, den Oberkörper leicht nach vorn zu beugen und die Nasenflügel für zehn bis fünfzehn Minuten fest zusammenzudrücken, ohne zwischendurch nachzusehen. Kühle am Nasenrücken kann zusätzlich beruhigen. Nach dem Abklingen der Blutung sollte man nicht schnäuzen, damit die frisch gebildete Kruste nicht wieder abreißt.

Bei trockenen Schleimhäuten 
Gute Nasenpflege ist entscheidend – besonders in kalten Monaten. Trockene Schleimhäute verlieren ihre Schutzfunktion, heilen schlechter und bluten schneller. Regelmäßige Anwendung von pflegenden Nasensalben oder Meerwassersprays hält die Schleimhaut geschmeidig und verringert das Risiko erneuter Blutungen deutlich.

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Zusätzlich lohnt es sich, an mögliche Allergien zu denken. Eine nicht erkannte Hausstaubmilbenallergie führt häufig zu einer chronisch gereizten Schleimhaut, die anfälliger für Nasenbluten ist und allgemein schlechter regeneriert. Eine gezielte Allergiediagnostik und Therapie kann ein wesentlicher Teil der Vorbeugung sein.

Bei sehr starken, länger anhaltenden oder wiederkehrenden Blutungen sollte ein HNO-Arzt untersuchen. Oft lässt sich die Ursache gut finden und schonend behandeln – sowie die Schleimhaut so stärken, dass neue Blutungen seltener werden.

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