Big Brother im Auto

Fahrstil-Überwachung für Polizisten in Los Angeles

Motor
06.11.2014 20:41
Normalerweise überwachen sie andere Verkehrsteilnehmer, in Los Angeles werden sie nun selbst überwacht. Die dortige Polizei hat gemeinsam mit Ford nun 15 Streifenwagen mit einem Telematik-System ausgerüstet. Damit will man die eigenen Beamten unter anderem von Geschwindigkeitsübertretungen abhalten.

Eigentlich sollten Polizisten im Straßenverkehr Vorbilder sein. In Los Angeles traut man ihnen das offenbar nur bedingt zu und überwacht die Beamten nun mit einem Echtzeit-Telematik-System. Die von Ford mitentwickelte Technik kommt zunächst in 15 Streifenwagen zum Einsatz.

Über eine Funkverbindung informiert die Box die Einsatzzentrale permanent unter anderem darüber, ob der Fahrer sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen hält, wie er bremst und beschleunigt und ob der Sicherheitsgurt angelegt ist. Auf den verzichten viele Polizisten offenbar aus Bequemlichkeit.

Die Überwachung soll nicht nur über die Disziplinierung des Fahrstils der Beamten die öffentliche Sicherheit erhöhen – bei Unfällen mit Polizeiwagen kommen häufig unbeteiligte Passanten zu Schaden -, sondern auch die Beamten selbst schützen. Verkehrsunfälle gehören zu den Haupttodesursachen für Polizisten in den USA.

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