Zwar hat die FPÖ Kärnten beim umstrittenen Jugendchef die Reißleine gezogen, ganz los wird sie ihn allerdings nicht. Viktor Erdesz will Landesobmann bleiben – seine Abwahl versucht er zu verhindern, das zeigen interne Chats. Es droht die blaue Spaltung.
Nachdem enge Verbindungen vom blauen Jugendchef Viktor Erdesz zum rechtsextremen Milieu und ein Wehrmachtsposting bekannt wurden, schmiss ihn die Landespartei raus. Einsicht zeigt der gebürtige Deutsche allerdings nicht, wie die „Krone“ erfuhr. Im Gegenteil: Geplant habe er laut Whatsapp-Chats eine Anfechtung vor dem Schiedsgericht. Gegenüber Medien übt er sich im Schweigen, auch seinen Mitgliedern rät er: „Auf Diskussionen darüber gar nicht erst einlassen“. Er reiht sich also ein in jene Art der Politiker, die es mittlerweile zu Hauf gibt. Jene, die keine Verantwortung für ihr Handeln übernehmen und Konsequenzen daraus ziehen, sondern versuchen die Kritik auszusitzen und warten bis „das Thema hoffentlich“ bald „erledigt ist“.
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