Sängerin Sarah Connor stand wenige Minuten vor dem blutigen Anschlag auf die Feiernden des Christopher Street Days (CSD) in Berlin noch auf der Bühne. Kurz darauf wurde sie evakuiert, meldete sich danach via Instagram zu Wort.
Zahlreiche Verletzte, eine Frau, die an Ort und Stelle verstarb: Nach dem Attentat auf die Pride-Party steht Berlin unter Schock. Sarah Connor hatte Minuten vor dem Anschlag noch auf der Bühne ihre Songs wie „Vincent“ und „Wie schön du bist“ zum Besten gegeben.
Doch die Feier für Lebensfreude und Vielfalt wurde jäh unterbrochen, kurz nach ihrem Auftritt wurden die 46-Jährige und ihr Team aus dem Backstage-Bereich evakuiert.
„Danke für euer Buntsein“
Gegen Mitternacht meldete sich Sarah Connor dann via Insta-Story: „Vielen Dank, dass ihr mir so einen wunderschönen Auftritt bereitet habt. Für eure Liebe, für euer Dasein, für euer Sein, für euer Lautsein, für euer Buntsein. Umso furchtbarer, dass wir dann kurz danach aus dem Backstage evakuiert wurden, weil wieder irgendein Vollidiot ausgerastet ist und diese Amokfahrt gemacht hat.“
Connor sprach den Angehörigen und Verunglückten ihr Beileid und Mitgefühl aus. Gerade jetzt sei es wichtig, „laut zu sein und laut zu bleiben“: „Ich liebe euch!“
Hunderttausende auf der Straße
Hunderttausende Menschen hatten in der deutschen Hauptstadt den CSD, den jährlichen Fest-, Gedenk- und Demonstrationstag von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgendern und anderen sexuellen Minderheiten, begangen. Die Veranstalter wollten in Berlin ein Zeichen für Demokratie, Toleranz und Vielfalt setzen. Der mutmaßliche Attentäter, Abdul Ballout (21), wird aktuell von der Polizei gesucht. Man vermutet, dass er nicht alleine gehandelt hat.
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