Etwa zwei Wochen nach dem „Krone“-Artikel über den Rechtsruck in der Freiheitlichen Jugend Kärnten, die darauffolgenden Parteiaustritte und das Naheverhältnis des Obmannes zu den Identitären, ist nun ein Beschluss gefallen. Viktor Erdesz muss gehen.
Das war's mit der FPÖ-Karriere von Viktor Erdesz. Wie die „Krone“ aufdeckte, soll der Landesobmann der Freiheitlichen Jugend ja enge Kontakte in die rechtsextreme Szene haben, etwa zu bekannten Mitgliedern der Identitären Bewegung. Auch Wehrmachtfotos hat Erdesz verbreitet. Seit er die blaue Vorfeldorganisation übernommen hatte, sind fünf Mitglieder aus Protest ausgestiegen. Seine Einstellung sei ihnen „zu radikal und deutschnational“ gewesen.
„Vertrauensbasis ist nicht mehr gegeben“
Zwar hatte die Landespartei zuerst noch keinen Grund für einen Ausschluss gesehen, weil keine „strafrechtlich relevanten Vorwürfe“ im Raum stehen würden. Nun wurde es der FPÖ wohl doch zu heiß: Weil „die Vertrauensbasis nicht mehr gegeben war“, wurde er am Donnerstag einstimmig aus der FPÖ ausgeschlossen. Ein Gespräch hätte es aber bereits am 17. Juli gegeben.
Ob er dadurch auch seine Funktion als Landesobmann der FJ Kärnten verliert, ist noch unklar. Laut „Krone“-Infos scheint Erdesz jedenfalls keine Anstalten zu machen, seinen Platz leichtfertig zu räumen.
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