Zu einer heftigen Kollision kam es am Sonntagmorgen im Pfändertunnel. Ein Pkw mit deutschem Kennzeichen hatte das Auto einer vierköpfigen Familie gerammt, woraufhin sich dieses überschlug. Fünf Personen mussten verletzt in die Spitäler gebracht werden. Der mutmaßliche Unfallverursacher war durch Drogen beeinträchtigt.
Eine 43-jährige Lenkerin aus Serbien war gegen 5 Uhr mit ihrem Ehemann und den beiden Kindern im Alter von sieben und zehn Jahren auf der Rheintalautobahn in Richtung Deutschland unterwegs, als sich im Pfändertunnel von hinten ein deutscher Pkw-Lenker mit überhöhter Geschwindigkeit näherte. Aus bislang unbekannter Ursache wechselte dieser plötzlich auf die Normalspur und krachte direkt ins Heck des Familienwagens. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Pkw der Familie gegen die Tunnelwand geschleudert – er überschlug sich und kam schließlich auf dem Dach zum Liegen.
Lenker stand unter Drogeneinfluss
Die vierköpfige Familie konnte sich glücklicherweise selbstständig aus dem Wrack befreien. Die Eltern, ihre zwei Kinder sowie der deutsche Unfallverursacher erlitten Verletzungen unbestimmten Grades. Sie wurden nach der Erstversorgung durch die Rettungskräfte auf die Krankenhäuser Bregenz und Dornbirn verteilt. Während ein Alkomattest bei der Lenkerin negativ ausfiel, wurde beim deutschen Fahrer im Rahmen einer Untersuchung eine Fahruntauglichkeit aufgrund von Cannabis-Konsum festgestellt. Die Polizei nahm ihm noch an Ort und Stelle den Führerschein ab.
Tunnel für Stunden gesperrt
Für die Dauer der aufwendigen Rettungs- und Aufräumarbeiten musste der Pfändertunnel in beide Fahrtrichtungen bis 7.30 Uhr für den gesamten Verkehr gesperrt werden.
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