Rasanter Anstieg

USA: So viele Masernfälle wie seit 1991 nicht mehr

Ausland
26.07.2026 10:43
Porträt von krone.at
Von krone.at

In diesem Jahr wurden bereits mehr als 2300 Masernfälle in 45 US-Staaten dokumentiert – so viele wie seit 35 Jahren nicht mehr. Im Vorjahr waren es insgesamt 2289 Fälle gewesen. Zwei Kinder in Texas und ein Mann im US-Staat New Mexico starben nach Infektionen.

Im Jahr 2000 hatte die Krankheit in den USA eigentlich schon als besiegt gegolten. Danach hatte es nur sporadisch immer wieder kleinere Ausbrüche gegeben. In den vergangenen eineinhalb Jahren gab es nun mehr Fälle als in den 25 Jahren davor zusammen.

Die meisten Fälle bei ungeimpften Kindern und Jugendlichen
Im nordamerikanischen Nachbarland Kanada waren die Masern 1998 für ausgerottet erklärt worden. Weil das Land ebenfalls mit großen Ausbrüchen kämpft, war ihm im Herbst von der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation (PAHO) der entsprechende Status entzogen worden. Den USA droht jetzt Ähnliches.

Mehr als 90 Prozent der Betroffenen nicht geimpft
Besonders betroffen waren in den USA in diesem Jahr bisher unter anderem die Bundesstaaten South Carolina, Utah, Texas, Florida und Arizona. Mehr als die Hälfte der Infektionen betrafen Kinder und Jugendliche und mehr als 90 Prozent der Betroffenen waren nicht geimpft.

Kritik an Kennedy
Der von US-Präsident Donald Trump ernannte Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. steht wegen der steigenden Zahlen der Maserninfektionen in der Kritik. Er hatte immer wieder Zweifel an der Sinnhaftigkeit von Impfungen geäußert.

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