Elektro-Premiere

Skoda Peaq: Siebensitzer mit dem größten Akku

Motor
23.06.2026 18:30

Mit 130.400 Stück war der Kodiaq letztes Jahr hinter dem Octavia die Nummer zwei bei Škoda. Doch jetzt bekommt der Verbrenner interne Konkurrenz: Der Peaq wird das Elektro-Gegenstück. Mit bis zu sieben Sitzen sowie der größten Batterie, die die Tschechen jemals verbauten. Und günstiger als der Kodiaq ist er auch noch. Die „Krone“ hat sich das XL-SUV schon vor der Premiere in Mlada Bosleslav genauer angesehen.

Der Superb ist noch immer der längste Skoda, der Peaq ist mit 4,87 Metern und fast drei Metern Radstand schon nahe dran – und dem Kodiaq schon um 117 mm in der Länge voraus. An der Front hat sich das Team um den steirischen Exterior Designer Karl Neuhold mit dem sogenannten Tech-Deck mit T-förmigen Scheinwerfern verwirklicht, aus dem auch Matrix-LED-Strahler scheinen.

(Bild: markus wendler)

Erstmals versenkt
Neu bei Škoda sind die komplett versenkbaren Türgriffe. Aerodynamik war hier ein wichtiges Thema, der Luftwiderstandsbeiwert von 0,249 cw ist für ein so großes SUV bemerkenswert. Selbst an den Radkästen hat Neuholds Team getüftelt, um dem Wind möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten. Der Lohn: Rund 620 km Reichweite verspricht Skoda...

(Bild: markus wendler)

...und zwar in der Verbindung mit der größeren der beiden Batterien: Mit 91 kWh (Netto sind es 86 kWh) ist sie die größte, die jemals in einem Škoda eingebaut wurde. Und kommt in Verbindung mit Heckantrieb (286 PS) oder Allradantrieb (299 PS). Damit geht’s in 7,1 bzw. 6,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h, bei Tempo 180 ist Endstation.

Die kleinere Batterie mit 63 kWh (netto 59) kommt mit Heckantrieb und 204 PS. Das reicht noch immer für 8,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h und 160 km/h, an Reichweite werden 450 km versprochen. Am Schnelllader sind die Akkus binnen 27 bzw. 28 Minuten von 10 auf 80 Prozent ihrer Kapazität.

(Bild: markus wendler)

Immer mit Anhängekupplung
Anders als die Wärmepumpe (nur beim großen Akku Serie) ist eine Anhängekupplung im Peaq immer an Bord – die Hecktriebler können bis zu 1800 kg schleppen, der Allradler sogar 2000 kg.

Dabei ist der Kofferraum riesig: 935 Liter passen ins Heck, bei aufgeklappter dritter Sitzreihe sind es immer noch 299 Liter. Außerdem gibt es unter der Fronthaube 37 l Platz. Im Innenraum warten weitere 33 l Stauraum. Und erstmals ein Infotainment im Hochformat bei Škoda. 13,6 Zoll groß, auf Android basierend, über diesen Bildschirm kann auch das riesige photocrome Panorama-Glasdach mit seinen neun Sektoren bedient werden.

(Bild: markus wendler)

Das Tischlein ist gedeckt
Unter dem Infotainment sitzen noch richtige Tasten, etwa für die Klimananlage. Alles eingebettet in feine Materialien, da braucht sich Škoda innerhalb des VW-Konzerns nicht zu verstecken. Den zwei induktiven Ladeschalen wurden Magneten verpasst, damit die Handys nicht herumkullern. Erstmals gibt es auch ein Relax-Paket, die AGR-Sitze haben auch eine Massage-Funktion. Und natürlich sind auch wieder Simply-Clever-Gadgets an Board: Etwa ein Klapp-Tisch, den man in die Becherhalter stellen kann.

(Bild: markus wendler)

Und weil Skoda einst als Radhersteller begonnen hat, sind nun auf der Beifahrerseite der Windschutzscheibe drei Radfahrer abgebildet. Die echten Biker auf der Straße freuen sich, dass die Wischdüsen nun in die Scheibenwischer integriert wurden – dann können sie nicht mehr mit Scheibenreiniger vollgespritzt werden.

Günstiger als der Kodiaq
Und was kostet das Elektro-SUV für bis zu sieben Passagiere? Der Peaq 60 mit der kleineren Batterie und 204 PS ist ab sofort für 49.980 Euro bestellbar. Zum Vergleich: Der Kodiaq mit 150 PS beginnt bei 52.890 Euro…

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