Strengere Regeln

Bargeldzahlung: Ab 2027 ist bei 10.000 € Schluss

Wirtschaft
14.08.2026 10:19
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Österreicher lieben ihr Bargeld, doch ab 10. Juli 2027 gelten in der EU deutlich strengere Regeln für größere Zahlungen. Unternehmen und Selbstständige dürfen Zahlungen über 10.000 Euro nicht mehr leisten oder in bar annehmen.

Hintergrund ist eine neue EU-Verordnung: Ziel der Regelung ist es, Geldwäsche und Terrorfinanzierung stärker einzudämmen. Die neue Obergrenze gilt einheitlich in allen Mitgliedstaaten. Einzelne Länder dürfen aber strengere Regeln beibehalten oder einführen.

Betroffen ist vor allem der Geschäftsverkehr. Wer etwa bei einem Händler ein Auto, Schmuck oder andere teure Waren kauft, darf künftig nicht mehr als 10.000 Euro bar bezahlen. Auch Zahlungen zwischen Unternehmen fallen laut „finanz.at“ unter die neue Grenze. Soll heißen: Das Verbot greift, wenn mindestens ein Vertragspartner gewerblich handelt.

Nicht betroffen sind reine Privatgeschäfte, sofern keine der beteiligten Personen gewerblich handelt. Wer also privat etwas kauft oder verkauft, fällt grundsätzlich nicht unter die neue EU-Obergrenze.

Prüfung schon ab 3000 Euro
Strengere Sorgfaltspflichten sollen schon ab 3000 Euro gelten. Händler müssen dann genauer prüfen, woher Geld stammt und wer zahlt. 

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