Polizei ermittelt
Bub (2) verschwindet aus Kindergarten: Entführt?
Ein zweijähriger Bub verschwindet während des Spiels aus einen umzäunten Kindergarten im Deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt. Kurz darauf taucht er rund 100 Meter entfernt auf. Die Polizei geht inzwischen von einer möglichen Entführung aus.
Der Vorfall ereignete sich am vergangenen Freitag in einem Kindergarten in der deutschen Stadt Haldensleben. Der Vater brachte seinen zweijährigen Sohn gegen 7.30 Uhr in die Einrichtung. Wenige Stunden später war das Kind plötzlich verschwunden. Nach Angaben der Stadt spielten insgesamt 45 Kinder auf dem Außengelände. Acht Erzieherinnen beaufsichtigten die Kinder von ihren festen Positionen aus. Gegen 10.15 Uhr wurde der Bub zuletzt auf dem Spielplatz gesehen.
Nur etwa 15 Minuten später entdeckte eine Passantin das Kind rund 100 Meter von dem Kindergarten entfernt auf einer Kreuzung. Der Bub war körperlich unverletzt. Zunächst bestand der Verdacht, er könnte selbstständig das Gelände verlassen haben.
Polizei schließt Weglaufen offenbar aus
Das Kindergarten-Gelände ist umzäunt und die Türen waren laut Stadtverwaltung verschlossen. Nach bisherigen Erkenntnissen gibt es außerdem keine Schäden oder Löcher im Zaun. Die Behörden halten es deshalb für unmöglich, dass der Zweijährige allein über den rund 1,50 Meter hohen Zaun geklettert ist.
Die Polizei ermittelt deshalb wegen des Verdachts der Entziehung Minderjähriger. Wie der Zweijährige das Gelände verlassen konnte und ob tatsächlich eine fremde Person beteiligt war, ist bislang nicht geklärt. Auch nach einem möglichen Motiv wird gesucht.
Schuhe bleiben verschwunden
Besonders rätselhaft ist, dass der Bub beim Auffinden nasse Socken anhatte. Seine Schuhe, die er am Morgen noch angehabt hatte, sind weiterhin verschwunden. Auch eine Suche auf dem Kindergarten-Gelände brachte laut seiner Familie keine Erklärung.
Die Mutter beschreibt ihren Sohn nach dem Vorfall als verändert. „Er ist komisch, so kenne ich ihn nicht. Er ist nicht so aufgeweckt wie sonst und möchte nicht wirklich essen ...“, erzählte sie unter einem Zeugenaufruf in den sozialen Netzwerken. Für die Familie sei die Situation deshalb besonders belastend. Die Mutter äußerte zudem Sorge davor, ihren Sohn wieder in den Kindergarten zu bringen.
Die Ermittlungen dauern an. Die Polizei sucht nach Hinweisen und versucht zu klären, was zwischen dem letzten Sichtkontakt in dem Kindergarten und dem Auffinden des Kleinen auf der Straße passiert ist.









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