Nach wie vor fehlt jede Spur von Mali und Liel Yahalomi aus Israel. Mutter und Tochter waren zuletzt vor einer Woche in Wien gesehen worden, hatten die Bundeshauptstadt im Rahmen einer Urlaubsreise besucht. Die Suche nach den vermissten Frauen geht jetzt europaweit weiter.
Denn jetzt liegt der Fall bei Europol. Mittlerweile gehen Ermittler offenbar nicht mehr davon aus, dass sich Mutter und Tochter noch in Wien aufhalten. Laut israelischen Medienberichten soll sich mittlerweile auch der Mossad an der Suche nach den beiden Frauen beteiligen.
Die Hintergründe des Verschwindens von Mutter und Tochter sind jedenfalls mysteriös. Die 50-jährige Frau und ihre 23 Jahre alte Tochter waren über Prag für einen Urlaub nach Wien gereist. Laut Polizeiangaben hätten sich die Frauen zuletzt in einem Hotel im Bezirk Margareten aufgehalten.
Die letzte bestätigte Sichtung war am 7. August, also vor genau einer Woche, wie die israelische Botschaft mitteilte. Den letzten Hinweis auf den Aufenthaltsort gaben die Handys der Frauen. Sie waren am Samstagmorgen nahe dem Bahnhof eingeloggt.
Reise nach Wien war Überraschungsgeschenk
Aktuell läuft weiterhin die Auswertung der Überwachungskameras auf dem Areal, um herauszufinden, ob Mutter und Tochter womöglich in einen Zug gestiegen sind. Wie die „Jüdische Allgemeine“ am Freitag unter Bezug auf israelische und internationale Medien berichtete, sei die Reise nach Wien ein Überraschungsgeschenk der Tochter an die Mutter gewesen – zu ihrem 50. Geburtstag.
„Lassen keinen Stein auf dem anderen“
Über den Grund für das Verschwinden gibt es seither viele Spekulationen. Der Wiener Polizei zufolge gebe es keine Hinweise auf Fremdverschulden. Wie die Brüder der älteren Frau gegenüber Medien erklären, gebe es keine Konflikte in der Familie, ebenso keine Probleme mit dem Ex-Mann der Frau.
Die Scheidung sei mehr als 20 Jahre her und sei „sauber“ verlaufen, wird Moshe Yahalomi, ein Bruder der 50-Jährigen, zitiert. Dieser sagte in einem Fernsehinterview: „Wir machen uns große Sorgen um euch. Wir setzen wirklich alles in Bewegung und lassen keinen Stein auf dem anderen, um euch zu finden.“ Malis anderer Bruder Ronen, der mittlerweile nach Wien reiste, erklärte laut Medienberichten: „Das Limit dessen, wie viel man sich sorgen kann, ist erreicht.“
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