Ein Badeausflug an der italienischen Adria endete für einen österreichischen Urlauber tödlich: Ein 77-Jähriger geriet am Sonntagnachmittag in Grado gemeinsam mit seiner 28-jährigen Verwandten in schwere Seenot. Obwohl wegen des schlechten Wetters ein Badeverbot galt, gingen beide ins Wasser. Für den Mann kam jede Hilfe zu spät.
Wie die italienische Zeitung „il Gazzettino“ berichtet, herrschte an der Küste von Grado wegen hoher Wellen, starker Strömungen und kräftiger Windböen die rote Flagge, die ein Badeverbot bedeutet. Dennoch gingen der 77-Jährige und seine 28-jährige Verwandte ins Meer und entfernten sich von der Küste.
In den Wellen in Not geraten
Der Unfall ereignete sich am Sonntagnachmittag gegen 16 Uhr nahe dem Haupteingang des GIT-Strandes in Grado in der Region Friaul-Julisch Venetien. Als die beiden in Schwierigkeiten gerieten, rückten Bademeister, Strandwache und weitere Rettungskräfte aus.
Die 28-Jährige konnte noch bei Bewusstsein aus dem Wasser geborgen werden. Sie wurde zur weiteren Behandlung in das Krankenhaus von Monfalcone gebracht.
Wiederbelebung blieb erfolglos
Der 77-jährige Österreicher wurde hingegen leblos aus dem Meer gezogen. Er hatte bereits einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitten. Rettungskräfte versuchten noch, den Mann direkt am Strand wiederzubeleben, doch die Maßnahmen blieben erfolglos. Ein Arzt konnte schließlich nur noch seinen Tod feststellen.
Rote Flagge bedeutet absolutes Badeverbot!
Zum Zeitpunkt des Unglücks galt an Teilen der friaulischen Küste aufgrund des schlechten Wetters eine Wetterwarnung. Hohe Wellen, starke Strömungen und Windböen von bis zu 50 km/h hatten vielerorts zur roten Flagge geführt.
Diese signalisiert ein absolutes Badeverbot und soll Badegäste vor lebensgefährlichen Bedingungen im Wasser warnen.
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