Flug klappt trotzdem

Chinesische Rakete wird von Blitz getroffen

Wissen
27.07.2026 10:47

Eine halbe Minute nach ihrem Start ist kürzlich in China eine Trägerrakete vom Typ „Langer Marsch 3B“ von einem Blitz getroffen worden. Trotz des spektakulären Zwischenfalls konnte sie einen Satelliten in seine geplante Umlaufbahn bringen.

Wie auf Videos (siehe oben) und Fotos zu sehen ist, wurde die Rakete, die den Kommunikationssatelliten „Tianlian II-06“ transportierte, kurz nach dem Start von dem Blitz getroffen. Was bei den Menschen, die sich in der Nähe der Startrampe versammelt hatten, um den Start zu beobachten, staunende Ausrufe auslöste.

Laut Angaben der China Aerospace Science and Technology Corporation (CASC) konnte die Rakete „Tianlian II-06“ trotzdem in seine vorgesehene Umlaufbahn bringen. Der Satellit wird dazu beitragen, die Kommunikation zur chinesischen Raumstation „Tiangong“ und zu anderen bemannten Missionen zu vermitteln.

(Bild: kameraOne (Screenshots))

„Apollo 12“ wurde von zwei Blitzen getroffen
Es ist nicht das erste Mal, dass eine Rakete kurz nach dem Start vom Blitz getroffen wurde. Berühmt ist der Blitzschlag, der die „Saturn V“-Rakete traf, die die Mondmission „Apollo 12“ der NASA beförderte – die zweite Mission, bei der je Astronauten auf dem Erdtrabanten landeten. Tatsächlich wurde die Rakete damals sogar zweimal von einem Blitzgetroffen.

Laut einem Bericht, den die NASA nach der Mission veröffentlichte, gab es durch die Blitzeeinschläge an einigen – glücklicherweise nicht essenziellen – Instrumenten und Sensoren „dauerhafte Schäden“. Dennoch gelang es im Rahmen der Mission, die Astronauten Charles „Pete“ Conrad, Alan Bean und Richard „Dick“ Gordon wie geplant auf den Mond zu bringen.

„Sojus“-Rakete flog direkt in Gewitter
Ende Mai 2019 wurde eine russische „Sojus“-Rakete mit einem GLONASS-Navigationssatelliten an Bord wenige Sekunden nach dem Start von einem Blitz getroffen. Sie war vom Weltraumbahnhof Plessezk in Nordrussland mitten in ein Gewitter hineingeflogen.

Der vordere Teil sowie die dritte Raketenstufe wurden damals vom Blitz getroffen, die Technik jedoch nicht beschädigt. Der Satellit konnte in der geplanten Umlaufbahn ausgesetzt werden, hieß es seitens der russischen Raumfahrtbehörde.

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