Manchmal kommt er ganz leise, manchmal mit einem lauten Knattern: der Furz. In unserer Rubrik „Kinderleicht erklärt“ lesen Mädchen und Buben (natürlich sind auch Erwachsene erlaubt) dieses Mal, was dabei in unserem Körper passiert. Ihr werdet sehen, es ist erstaunlich spannend – und stinknormal.
Über Pupse, Fürze oder Darmwinde – wie auch immer man dazu sagt – sprechen viele nicht gern. Sie sind den meisten peinlich, aber dennoch etwas völlig Normales. Egal, ob Kind oder Erwachsener: Jeder lässt ab und zu mehr oder weniger geräuschvoll Luft entweichen – hoffentlich so, dass es nicht alle mitbekommen. Genau wie gähnen, schlafen oder aufs Klo gehen, gehört auch Pupsen zu unserem Alltag.
Warum passiert das überhaupt?
Es gibt zwei Hauptgründe. Der erste ist Luft schlucken beim Essen. Schon beim Kauen und Schlucken wandert ein bisschen Luft in den Bauch. Wer hastig isst oder beim Essen viel redet, schluckt noch mehr Luft. Ein Teil steigt als Rülpser wieder nach oben, der Rest muss seinen Weg nach unten antreten – und verlässt den Körper als Furz. Auch Kaugummi kauen oder mit dem Strohhalm trinken sorgt oft dafür, dass sich der Bauch aufbläht.
Gase im Darm sind der zweite Grund. Nachdem das Essen den Mund verlassen hat, wandert es in den Magen und weiter in den Darm. Besonders im Dickdarm wohnen Millionen Helferlein (Bakterien), welche die Essensreste in winzige Teilchen zerlegen. Dabei entstehen Gase wie Methan oder Schwefelwasserstoff. Da der Körper nicht alle aufnehmen kann, sammeln sie sich und müssen wieder hinaus – dann „lässt man einen fahren“.
Pfui, das stinkt!
Nicht jeder „Wind“ riecht gleich schlecht. Der Gestank hängt nämlich davon ab, was du gegessen hast. Bohnen, Eier, Fleisch oder Milchprodukte lassen beim Verdauen manchmal richtig üble Gerüche entstehen. Auch die Uhrzeit spielt eine Rolle: Nach besonders fleißiger Bakterienarbeit riecht ein Furz mitunter stärker. Ob er beim Verlassen des Körpers laut knattert oder sich leise hinausschleicht, hängt davon ab, wie rasch und wie viel Luft am Schließmuskel des Pos vorbeizieht – je schneller und kräftiger, desto lauter das „Donnerwetter“.
Furzen ist gesund
Ja, richtig gelesen. Stell dir deinen Bauch wie einen Luftballon vor: Kommt immer mehr Luft (etwa ein Liter pro Tag ist normal) hinein, wird er größer und größer. Kann diese nicht entweichen, fühlt sich der Bauch irgendwann genauso prall an wie ein aufgeblasener Luftballon – und das tut weh. Deshalb lieber rechtzeitig Luft herauslassen. Manchmal hilft auch ein Thermophor, wenn es im Bauch unangenehm zwickt oder grummelt.
Bis zu 25 „Lüftchen“ pro Tag
Im Durchschnitt entweichen uns bis zu fünfundzwanzig Pupse pro Tag. Die meisten davon sind „Geheim-Lüftchen“ und so leise, dass man sie kaum bemerkt. Sogar im Schlaf ist unser Bauch fleißig und pupst – ohne unser Wissen – vor sich hin. Manchmal kündigt sich ein Furz aber auch mit einem kleinen Grummeln an, als würde der Bauch uns warnen: „Achtung, gleich geht’s los!“
Tierische Luftakrobaten
Menschen sind nicht allein mit diesem „Problem“: Auch Tiere lassen Luft ab. Als größte Pupserin gilt meist die Kuh. Verdaut sie ihr Futter, entsteht in ihrem Magen ebenso Methan. Dabei handelt es sich um ein Gas, das weltweit für die schädliche Klimaerwärmung sorgt. Forscher haben herausgefunden, dass man die tierischen Blähungen aber offenbar entschärfen kann, wenn man zum Beispiel Knoblauch in ihr Futter mischt. Unter Wasser scheint Furzen übrigens sogar richtig lustig zu sein: Denn Heringe lassen „einen fahren“, um miteinander zu „reden“.
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