Lukas Weissmann hat sich in Budapest zum Weltmeister im Natural Bodybuilding gekürt. Der niederösterreichische Fitness-Coach setzte sich in der Profi-Klasse gegen die internationale Konkurrenz durch – und das nach einer monatelangen Vorbereitung unter außergewöhnlichen privaten Umständen.
Mit einem Weltmeistertitel im Gepäck ist Lukas Weissmann aus Budapest zurückgekehrt. Der 34-Jährige, der in Sittendorf bei Wien im Bezirk Mödling als Fitness- und Bodybuilding-Coach tätig ist, gewann bei den INBA/PNBA-Weltmeisterschaften den Bewerb „Men‘s Bodybuilding Pro“ und feierte damit den größten Erfolg seiner bisherigen Karriere.
Anders als im klassischen Bodybuilding steht im Natural Bodybuilding der Verzicht auf leistungssteigernde Substanzen im Mittelpunkt. Die Athleten unterziehen sich dazu Dopingkontrollen und verpflichten sich zur Einhaltung der Anti-Doping-Regeln des Verbandes. Bewertet werden neben Muskelmasse vor allem Symmetrie, Definition, Proportionen und die Präsentation auf der Bühne.
16 Kilo für den Titel
Für Weissmann war es erst die zweite Wettkampfsaison. Nachdem er bereits 2022 erfolgreich debütiert hatte, setzte er sich für heuer ein großes Ziel: den Weltmeistertitel. Dafür absolvierte er eine insgesamt 42 Wochen dauernde Wettkampfvorbereitung. Training, Ernährung und Regeneration wurden konsequent auf den Wettkampf abgestimmt. Gleichzeitig reduzierte der Niederösterreicher sein Körpergewicht um 16 Kilogramm, um in Bestform auf der Bühne zu stehen.
Geburt, Renovierung, Job
Die Vorbereitung fiel allerdings in eine der intensivsten Phasen seines Lebens. Während das gemeinsame Haus renoviert wurde, erwarteten er und seine Frau Nachwuchs. Noch vor der Weltmeisterschaft kam ihr Sohn zur Welt. Zudem musste Weissmann seine sportlichen Ambitionen mit der Tätigkeit als Angestellter und seiner Selbstständigkeit als Fitness- und Bodybuilding-Coach vereinbaren.
Es geht nicht darum, andere Bereiche für ein Ziel zu vernachlässigen, sondern sich auch von schwierigen Umständen nicht von seinen Zielen abbringen zu lassen.
Lukas Weissmann
Viele in seinem Umfeld hätten sich deshalb gefragt, ob eine Wettkampfsaison unter diesen Voraussetzungen überhaupt sinnvoll sei. Für Weissmann stand die Entscheidung dennoch fest. „Ich wollte mir selbst beweisen, was möglich ist, wenn man auch in turbulenten Zeiten konsequent an seinem Ziel arbeitet“, sagt der 34-Jährige. Der Titel ist für ihn nun die Bestätigung dafür, dass Ausdauer und Konsequenz langfristig belohnt werden.
Geduld, Konsequenz und Glauben
„Ich möchte mit meiner Geschichte besonders jungen Menschen zeigen, was durch Geduld, Konsequenz und den Glauben an den eigenen Weg möglich ist. Es geht nicht darum, andere Lebensbereiche für ein Ziel zu vernachlässigen. Es geht darum, Verantwortung zu übernehmen, klare Prioritäten zu setzen und sich auch von schwierigen Umständen nicht sofort von seinen Zielen abbringen zu lassen“, sagt Weissmann.
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