Klartext! Andrea Kdolsky verabschiedete sich von ihren „Freunden“ auf Facebook. Die ehemalige Ministerin, die zuletzt offen über ihre Krebserkrankung sprach, will sich von Beiträgen über „Mord, Tierqual, Neid und Missgunst“ nicht mehr die Energie rauben lassen. Sie rechnet damit zuletzt knallhart ab.
Sie war als Politikerin nicht immer unumstritten, polarisierte oft, aber stets für die Sache. Andrea Kdolsky war von 2007 bis 2008 Gesundheitsministerin in Österreich und seither kennt die Frau, die stets Tacheles spricht, nahezu jeder. Dass sie mit ihrer Krebserkrankung offen umgeht, gibt vielen anderen Menschen Motivation dafür, sich selbst nicht aufzugeben. Egal, in welcher Lebenssituation. Die unerschütterliche „Kämpferin Kdolsky“ ist längst zu einer der Mutmacherinnen unseres Landes geworden.
Kdolsky macht ihren Punkt klar
Und das nicht erst, seit die studierte Medizinerin ihr Buch „Blumen in der Wüste – Die Schönheit schwerer Zeiten“ veröffentlichte. Die an Darmkrebs und einem Gehirntumor erkrankte 63-jährige Niederösterreicherin war stets jemand, der Klartext dann sprach, wenn es galt. Und im aktuellen Fall dürfte es Kdolsky ganz besonders ernst gewesen sein.

Denn am Montag überraschte sie ihre „Freunde“ auf Facebook, als sie tabula rasa machte und sich von dort verabschiedete. Es war ihr zu viel. Zu viel von Berichten über Mord, Totschlag, Tierqual, Neid und Missgunst. Alles das raube ihr zu viel Energie, ziehe sie hinunter, wie sie in ihrem Abschied schreibt. Auch ärgern sie Nachahmer, die auf einmal alle ganz plötzlich Mutmacherbücher schreiben, in Podcasts drängen – alles nur, um aufzufallen.
Frust über schlechte Entwicklung
Auch stellt sie die Frage in den Raum, wann denn die/der Erste daherkäme, die/der sich Krebs wünsche, nur um im Mittelpunkt zu stehen. Man liest bei der ehemaligen Spitzenpolitikerin heraus, dass der Frust über gewisse Entwicklungen bei Social Media für sie zu groß ist. Und das, obwohl sie sagt, dass sie den Krebs besiegt habe und per sofort mehr Selbstfürsorge walten lassen wird. Sie wolle Dinge tun, die sie erfreuen, Menschen treffen, die ihr etwas auf ihrem Weg mitgeben – Nachahmer, Neider und selbsternannte Expertinnen ignorieren. . .
Kdolsky: „Macht es gut!“
Zuletzt verspricht Andrea Kdolsky, dass sie bereits mit der Fertigstellung ihres zweiten Buches beschäftigt sei und weitere, neue Projekte in Vorbereitung habe. Sie wolle aber nichts darüber mehr veröffentlichen, sonst werde es ihr neuerlich nachgemacht.
Eine Spitze, die sich die blendende Rhetorikerin und Autorin nicht nehmen lässt, um sich danach kurz zu verabschieden. Sie schreibt: „Danke für 27 Jahre Begleitung und macht es gut“, und schickt ein Herz an alle nach.
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