Nach dem tödlichen Gewaltverbrechen an einer 87-jährigen Bewohnerin eines Wiener Pensionistenheims am 20. Jänner wird nun Mordanklage gegen den Verdächtigen erhoben. Der 61-jährige Türke sitzt seither in Untersuchungshaft. Von einem Geständnis fehlt weiterhin jede Spur.
Er galt in mehreren Seniorenheimen als „Hausschreck“ und war der Polizei kein Unbekannter, die „Krone“ berichtete. Zehn Tage nach der gewaltsamen Tat erhärtete sich der Tatverdacht gegen den 61-jährigen Türken. Er wurde am frühen Morgen des 30. Jänner in einer Wohnung im 14. Bezirk von WEGA-Kräften festgenommen – auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien.
„Nur um Geld angebettelt“
Seither schweigt der Tatverdächtige, der eine 87-jährige Pensionistin in einem Seniorenheim in Wien gewaltsam ermordet haben soll. Mitarbeiter des Heimes hatten die Leiche der Frau damals in ihrem Bett entdeckt. Der Türke hatte bereits damals in seiner Einvernahme betont, dass er sich den Tod der Frau nicht erklären könne. „Er hat die Frau nur um Geld angebettelt, aber er hat sie nicht getötet“, sagte seine Anwältin Astrid Wagner dazu.
Die Ermittlungen der Wiener Polizei sprechen aber ein anderes Bild: Wie sich rasch herausstellte, war der 61-Jährige am 19. Jänner, also einen Tag vor der Tat, mit einem Blumenstrauß in der Seniorenresidenz gesehen worden, wie Zeugen bestätigten. Ausgewertete Videoaufnahmen belasteten den Verdächtigen zusätzlich.
Massive kriminelle Vorgeschichte
Der Verdächtige ist außerdem massiv vorbestraft – seine kriminelle Vorgeschichte ist lang. Erst im Juni 2020 wurde der Türke wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Er soll dabei eine ältere Frau getäuscht und ihr rund 180.000 Euro herausgelockt haben. Auch ein weiterer Bekannter verlor durch seine Machenschaften etwa 50.000 Euro. Zudem dürfte er nach seiner Entlassung erneut dem Glücksspiel verfallen sein – mit hohen Spielschulden als Folge.
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