Großes Wahlkampfthema

Der Grazer Verkehr regt auf und bleibt ein Rätsel

Steiermark Newsletter
13.05.2026 22:08

Kein Thema polarisiert im Grazer Wahlkampf so stark wie der Verkehr, das merken wir auch bei unserer Aktion „Die Stimme von Graz“. Die Unzufriedenheit scheint bei vielen groß zu sein. Eine einfache Lösung gibt es nicht. Aber warum manches nicht umgesetzt wird, bleibt ein Rätsel. 

Sie fahren, ohne ortskundig zu sein, mit dem Auto in die Grazer Innenstadt? Süffisant gesagt: Viel Spaß! Und damit ist gar nicht die Suche nach einem Parkplatz gemeint, sondern die Verkehrsführung, die vielfach nicht selbsterklärend nicht. Wer einmal, so wie der Autor, versuchte, einem Italiener zu erklären, wie er vom Dietrichsteinplatz zur Kunsthausgarage kommt, kann nur scheitern. Schauen Sie sich etwa einmal am Kaiser-Franz-Josef-Kai die Tafel über die Verkehrsführung kurz vor der Keplerbrücke an...

Der Verlauf der Straßen ist historisch gewachsen, verwinkelt und teils verwirrend, zentrale Achsen wie in Wien fehlen. Zudem wird der Platz in einer stetig wachsenden Stadt immer begrenzter – gerade wenn, wie in den vergangenen Jahren, plötzliche Radfahrer und öffentliche Verkehrsmittel mehr Platz eingeräumt bekommen.

So blieben viele Maßnahmen Stückwerk. Die Unzufriedenheit ist beträchtlich, wie auch die Reaktionen auf unsere Aktion „Die Stimme von Graz“ zeigen. Man muss den verantwortlichen Politikerinnen und Politikern der vergangenen Perioden zugestehen, dass ihre Möglichkeiten stets limitiert waren und sie Graz nicht grundlegend umgestalten können. Manches bleibt aber dennoch ein Rätsel.

Warum gibt es, im Gegensatz zu vielen anderen Städten, noch kein Parkleitsystem? Kurz vor der Wahl sind plötzlich alle Parteien wieder dafür. Warum wurde die aus allen Nähten platzende Park-&-Ride-Anlage am Murpark noch immer nicht ausgebaut? Warum schafft man es nicht, objektiv festzustellen, wie viele Plätze in den Innenstadt-Tiefgaragen tatsächlich frei verfügbar sind (die Grünen sagen „viele“, die ÖVP sagt „wenige“)? Warum wird bei jedem gestrichenen Parkplatz der Untergang des Abendlands beschworen?

Warum kann die Schmiedgasse nicht ganztägig fahrradfrei sein? Warum dauert jeder Meter neuer Straßenbahnschienen gefühlt ein Jahrzehnt? Warum warten nach Fußballspielen in Liebenau nicht schon zehn Straßenbahnen, um die Tausenden Fans rasch wegzubringen? Usw. usw. 

Sie sehen schon: Der Verkehr sorgt für Emotionen – immer, aber insbesondere in den nächsten Wochen bis zur Wahl. Wir bleiben dran!

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