Die Mullahs haben erneut jegliche Verantwortung für die Blockade der Straße von Hormuz von sich gewiesen. Aus Sicht des Irans liegt die Sperre der weltweit wichtigen Handelsroute vor allem an den USA ...
„Das Hindernis sind nicht wir, sondern die USA mit ihrer Blockade“, sagte der iranische Außenminister Abbas Araqchi am Rande des Treffens der BRICS-Außenminister in Neu-Delhi dem Staatssender Press TV. „Was uns betrifft, so ist die Straße von Hormuz für alle Handelsschiffe offen“, sagte Araqchi weiter. Nur müsse eine Durchfahrt im Vorfeld mit den iranischen Seestreitkräften koordiniert werden.
Araqchi äußerte zugleich die Hoffnung, dass die aktuelle Lage durch eine Aufhebung der „illegalen Blockade“ durch die USA entschärft werde. Irans Streitkräfte haben kurz nach Kriegsbeginn illegal die Kontrolle über die für den Energiehandel wichtige Straße von Hormuz übernommen.
Durch Drohungen, Kontrollen und Angriffe auf Schiffe kam der Verkehr in der Meerenge weitgehend zum Erliegen. Die Folge waren weltweit deutlich steigende Energie- und Kraftstoffpreise.
Iran tritt auch als Aggressor auf
Teheran betont stets, die Straße von Hormuz sei nicht blockiert. Faktisch müssen sich Reedereien jedoch mit iranischen Kontaktstellen koordinieren und dürfen anschließend nur einen Korridor nahe der iranischen Küste passieren. Dafür verlangt die iranische Führung hohe Gebühren.
Wer sich nicht daran hält, wird angegriffen. Völkerrechtlern zufolge verstoßen solche Gebühren gegen das Recht auf Transitpassage. Die USA verhängten Mitte April ihrerseits eine Seeblockade gegen den Iran, um das Land unter anderem von Öleinnahmen abzuschneiden.
Die Meerenge ist iranischen Angaben nach vermint. Vergangene Woche hatte US-Präsident Donald Trump mit dem Militäreinsatz „Projekt Freiheit“ versucht, die Meerenge wieder für den Schiffsverkehr zu öffnen.
Zwei Tage später stoppte Trump den Einsatz mit Verweis auf diplomatische Bemühungen. Auch während der Waffenruhe, die im Iran-Krieg seit Anfang April gilt, kam es zu militärischen Spannungen in der Straße von Hormuz. Nach Angriffen und Feuerwechseln zwischen US- und iranischen Kräften drohte der Konflikt wieder zu eskalieren.
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