Leere Versprechungen

In Stadionfrage macht Koalition keine gute Figur

Steiermark Newsletter
12.05.2026 10:30

Groß waren die Versprechungen, äußerst überschaubar die Ergebnisse: Die Grazer Rathauskoalition war mit der Zusage angetreten, die endlose Stadion-Debatte in der Murmetropole zu lösen, doch fünf Jahre später ist man davon weit entfernt.

Als die „Krone“ vergangenen Donnerstag im Rathaus nachfragte, was es denn damit auf sich habe, dass die Stadt den versprochenen Planungsbeschluss für den Umbau in Liebenau auf den Herbst verschiebe, schrillten in den diversen Koalitionsbüros offenbar die Alarmglocken. Schnell wurde eine Aussendung zusammengeschustert, in der man quasi die historische Bedeutung des Grundsatzbeschlusses, der eben im Mai-Gemeinderat auf der Agenda steht, hervorhebt. Zur Klarstellung: Mit diesem Beschluss beschließt die Koalition aus KPÖ, Grünen und SPÖ jetzt, dass der Planungsbeschluss für das Stadion im Herbst (genauer wird man in dem Schriftstück nicht) vorbereitet werden soll.

Eine wirkliche Lösung dieser Endlos-Causa schaut freilich anders aus. Dabei sind vor allem KPÖ und SPÖ im Wahlkampf vor fünf Jahren damit hausieren gegangen, dass man sich dem Thema annimmt. Einen Volltreffer blieb man aber eben schuldig. Was vor allem an den Kommunisten liegt. Speziell das von ihnen verantwortete Finanzressort (mit Stadtrat Manfred Eber und dem dazugehörigen Finanzdirektor) macht immer offener keinen Hehl daraus, dass man mit den „Fußball-Millionären“ eigentlich keine rechte Freude hat.

Pacht soll Investition refinanzieren
Größter Knackpunkt (neben der Nicht-Kommunikation mit dem potenziellen Co-Finanzierer Land Steiermark) ist das noch immer nicht existente Betreiberkonzept. Die Stadt möchte damit nämlich ihre getätigten Investitionen zwischen 30 und 35 Millionen Euro durch die Pacht der Vereine Sturm und GAK refinanziert haben. Ein absolutes Novum in der „Sportförderung“ Österreichs und wohl auch überhaupt einzigartig. Wenn man als Häuslbauer den Kredit bei der Bank abgestottert hat, verschwindet das Kreditinstitut am Ende natürlich aus dem Grundbuch – beim Stadion würde die Stadt aber Eigentümer bleiben.

Fünf Jahre nach der Wahl scheint das Interesse der KPÖ an einer Lösung der Stadion-Frage also deutlich abgeflacht zu sein. Einen schönen Dienstag!

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