Viele Menschen in Österreich unterschätzen die UV-Strahlung im Frühling. Knapp die Hälfte der Befragten greift erst ab dem frühen Sommer zur Sonnencreme, wie eine Marketagent-Umfrage zeigt. Bei zwei Dritteln kommt Sonnencreme überhaupt nur zum Einsatz, wenn Urlaub oder Freizeitaktivitäten im Freien anstehen.
Fast acht von zehn Befragten (76 Prozent) sind der Ansicht, dass Sonnenschutz im Alltag nicht notwendig ist, beispielsweise bei Besorgungen oder auf dem Weg in die Arbeit. Zudem verzichten 82 Prozent an bewölkten Tagen meist gänzlich auf Schutz. „In meiner Praxis erlebe ich täglich, dass Sonnenschutz mit Hitze und Urlaub assoziiert wird – dabei ist die Temperatur dermatologisch irrelevant. Bereits im Frühling erreicht die UV-Strahlung Intensitäten, die zu kumulativen Hautschäden führen können, und das selbst bei bewölktem Himmel“, sagte die Dermatologin Erika Ivancic-Brandenberger zu den Ergebnissen.
Allerdings verwenden laut eigener Aussage nur jede fünfte befragte Frau und jeder zehnte befragte Mann bereits im Frühling Sonnenschutzprodukte. 13 Prozent gaben in der Umfrage, die der Drogeriehändler BIPA in Auftrag gegeben hatte, an, überhaupt nie Sonnenschutzprodukte zu verwenden.
In meiner Praxis erlebe ich täglich, dass Sonnenschutz mit Hitze und Urlaub assoziiert wird.
Hautärztin Erika Ivancic-Brandenberger
Bejaht wird in den allermeisten Fällen (92 Prozent), dass Kinder spezielle Mittel mit höherem Lichtschutzfaktor benötigen. „(...) Kinderhaut ist deutlich empfindlicher als Erwachsenenhaut und verfügt noch nicht über die gleichen natürlichen Schutzmechanismen. Gerade frühe Sonnenschäden hinterlassen lebenslange Spuren. LSF 50+ ist für Kinder daher keine Empfehlung, sondern eine medizinische Notwendigkeit“, sagte die Dermatologin.
Täglicher Sonnenschutz sei die wichtigste Maßnahme, um Hautkrebs vorzubeugen. Die Hautärztin empfiehlt ganzjährig Sonnenschutz für Bereiche wie Gesicht, Hals und Kopfhaut. Damit er seine volle Wirkung entfalte, müsse er großzügig aufgetragen und alle zwei Stunden konsequent erneuert werden.
Für die Umfrage wurden im März und April 1000 Personen in Österreich zwischen 14 und 75 Jahren befragt.
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