Die Chance auf ein WM-Ticket ist für Österreichs Handball-Männer-Nationalteam leicht gesunken. Die Truppe von Teamchef Iker Romero verlor am Mittwoch das Play-off-Hinspiel der Qualifikation im Sportpark Graz gegen Polen 25:26 (13:15).
Die Aussichten für das Rückspiel am Sonntag (15 Uhr) in Olsztyn sind so nicht ideal. Die WM findet von 13. bis 31. Jänner 2027 in Deutschland statt. Österreich ist seit 2019 mit einer Ausnahme (2023) bei jeder Endrunde vertreten gewesen.
Die rund 3.000 Fans sahen die Heimischen mit den rechtzeitig fit gewordenen Stützen Mykola Bilyk und Lukas Hutecek nur kurz nach Beginn zum 2:1 in Führung. Sonst waren zum Teil ausgeglichene Spielstände das Höchste der Gefühle. Die Polen untermauerten, dass sie zum vierten Mal in Folge bei einer WM dabei sein wollen. Eine Sekunde vor Schluss sicherten sie sich die 15:13-Pausenführung. Nach Wiederbeginn passierte fast fünf Minuten gar nichts, wobei die Gastgeber auch drei hochkarätige Chancen ausließen. Österreich sorgte dank Tobias Wagner später für das zwischenzeitliche 16:16, die Polen gaben aber weiter den Ton an, mit 23:19 lagen sie in der Folge einmal mehr in dieser Partie mit vier Treffern Differenz in Front.
Entscheidender Gegentreffer 28 Sekunden vor Ende
Mit drei ÖHB-Toren en suite kam aber wieder Spannung rein, und Tormann Constantin Möstl sicherte mit einem gehaltenen Siebenmeter die Chance auf den Ausgleich. Für diesen zum 23:23 nach fast 55 Minuten sorgte Eric Damböck mit einem verwandelten Siebenmeter, nachdem zuvor Sebastian Frimmel noch einen vergeben hatte. Bilyk hielt sein Team danach mit zwei Treffern zum 24:24 und 25:25 noch auf Remis-Kurs, ehe Maciej Gebala 28 Sekunden vor Schluss der entscheidende polnische Treffer gelang. Damit behielt Jota Gonzalez im spanischen Trainerduell mit Iker Romero vorerst die Oberhand. Polen hatte wie bei einem Vorbereitungsturnier in Polen für die WM 2025 (31:19) im direkten Duell das bessere Ende.
„Es ist alles drinnen am Sonntag, die Quali ist ganz offen, wir werden kämpfen bis zum Ende“, versprach Romero. Auch laut Bilyk habe sich an der Ausgangslage „absolut gar nichts“ geändert. „Es tut weh, dass wir uns keinen kleinen Polster erspielen konnten, aber ein Tor Rückstand ist im Handball nichts, vollkommen egal“, betonte der ÖHB-Kapitän. Auch seine Kollegen treten die Reise nach Polen mit einem positiven Gefühl an. „Es ist erst Halbzeit, ich bin zuversichtlich, dass es sich ausgehen wird“, sagte Hutecek.
Bilyk mit fünf Toren bester ÖHB-Werfer
Eine detaillierte Analyse in den kommenden Tagen soll zur Wende führen. „Die Abwehr war richtig gut, im Angriff hatten wir Probleme, da haben wir viele Chancen liegengelassen“, resümierte Romero. Auch Hutecek war sich bewusst, dass man sich bei der Wurfquote steigern müsse. „Wir müssen vorne konsequenter agieren, die Dinger in Polen reinhauen“, forderte der 25-Jährige. Während Bilyk auf Österreichs Seite mit fünf Toren Toptorschütze war, traf Polens Mikolaj Czaplinski achtmal.
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