Intaktes Darmmikrobiom

Vielfalt am Teller beugt Krankheiten vor

Abwechslungsreiche Ernährung mit frischen, unverarbeiteten Lebensmitteln kann das Darmmikrobiom stärken und so die Gesundheit fördern. Entscheidend ist dabei nicht nur ihre Anzahl, sondern die mikrobielle Zusammensetzung und Vielfalt des Lebensmittels. So können Sie Ihren Darm „bereichern“. 

Ein vielfältiges Darmmikrobiom gilt als widerstandsfähiger und stabiler. Geht diese Vielfalt verloren, wird das System anfälliger für Krankheiten. Studien zeigen, dass Menschen in industrialisierten Ländern einen Großteil ihrer ursprünglichen mikrobiellen Vielfalt bereits verloren haben. Als wichtige Ursachen gelten eine einseitige Ernährung und vor allem ein hoher Anteil stark verarbeiteter Lebensmittel, wie das „forum biofachhandel“ berichtet.

Vielfalt als Schlüssel für die Gesundheit
 „Wir haben heute ein Überangebot, vor allem an stark verarbeiteten Lebensmitteln und schnell verfügbaren Kohlenhydraten. Für die Gesundheit entscheidend ist dagegen Vielfalt am Teller: Unterschiedliche Obst- und Gemüsearten, ausreichend Faserstoffe und traditionelle Lebensmittel wie fermentiertes Gemüse können das Darmmikrobiom positiv beeinflussen. Schon kleine Mengen – etwa eine Gabel Sauerkraut – bringen zusätzliche Mikroorganismen auf den Speiseplan“, erläutert Dr. Herbert Bronnenmayer Allgemeinmediziner aus Oberösterreich.

„Ein Apfel enthält z. B. rund 100 Millionen Mikroorganismen – unabhängig von der Anbaumethode. Entscheidend ist aber nicht nur ihre Anzahl, sondern vor allem ihre Vielfalt. Bei biologisch erzeugten Früchten finden wir andere und auch deutlich mehr unterschiedliche Mikroorganismen als in konventionellen Äpfeln“, erklärt Dr. Birgit Wassermann, Mikrobiologin am Institut für Umweltbiotechnologie der TU Graz.

Welche Faktoren diesen Unterschied im Einzelnen prägen, lässt sich nicht auf einen einzigen Punkt reduzieren. Klar ist aber: Anbauweise und Produktionsbedingungen prägen das Mikrobiom von Lebensmitteln. Weitere Untersuchungen zeigen außerdem, dass auch Lagerung, Transport, Verpackung und Verarbeitung die Zusammensetzung dieser mikrobiellen Gemeinschaften stark verändern können. 

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