Vorher keine Vorteile

Jetzt neu: Harnsäure nur noch bei Gicht senken!

Neue Erkenntnisse nach Untersuchungen: Ohne eine diagnostizierte Gicht bringt die Senkung der Harnsäure keinen Vorteil. Auch wenn es jahrelang gelebte Praxis war, sind Experten nun davon abgekommen. Das wurde nun auf einem internationalen Kongress bestätigt.

Auch wenn es jahrelang gelebte Praxis war: Die Harnsäure im Blutserum muss nicht therapiert werden, wenn keine Gicht vorliegt“, betont OA Dr. Raimund Lunzer, Leiter der Rheumatologie, Barmherzige Brüder Graz (Stmk.) im Fachmagazin „Ärzte Krone“. Erhoffte man sich früher, dass sich durch eine medikamentöse Reduktion der Harnsäure etwa der Blutdruck senken ließe oder sich Gefäßentzündungen verringern könnten sowie ein gewisser Nierenschutz auftrat, stellte sich hier bislang kein klarer Nutzen heraus.

Alleinige Harnsäuresenkung reicht nicht
Das wurde nun am europäischen Rheumakongress (EULAR) bestätigt. OA Dr. Lunzer: „Die unter Experten immer wieder geäußerten Vermutungen wurden bekräftigt, dass sich durch die alleinige Harnsäuresenkung ohne eine bestehende Gicht weder die Vorteile in Bezug auf Niere noch auf Herz deutlich beeinflussen lassen.“

Nach einem Gichtanfall muss die Harnsäuresenkung jedoch umso konsequenter erfolgen. Denn ein Ausbruch der Gicht bedeutet nicht nur eine Entzündung im Gelenk, sondern, dass sich im Körper Harnsäurekristalle gebildet haben. Diese sogenannte Kristallurie ist ein wesentlicher Faktor für Nierenschädigung, da die spitzen Steinchen diese Entgiftungsorgane verletzen und verstopfen können.

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Vermutungen wurden bekräftigt, dass sich durch die alleinige Harnsäuresenkung ohne Gicht die Vorteile weder auf Niere noch Herz deutlich beeinflussen lassen.

OA Dr. Raimund Lunzer, Leiter der Rheumatologie, Barmherzige Brüder Graz (Stmk.)

Das sind die Zielwerte
Ziel ist, die Harnsäure dauerhaft unter ihrer Löslichkeitsgrenze zu halten, denn nur dann zersetzen sich die Kristalle wieder. „Der Zielwert der Harnsäure im Serum sollte unter 6 mg/dl liegen, damit diese eliminiert werden kann“, erläutert dazu Dr. Lunzer. Bei Patienten mit schweren Verläufen, also mit Ansammlungen von Harnsäurekristallen im Körper (z.B. ein sogenannter Tophus im Gelenk), mit chronischer Gichtarthritis oder sehr häufigen Anfällen wird eine Senkung der Harnsäure auf unter 5 mg/dl empfohlen.

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