Totschnig soll handeln

SPÖ-Umweltsprecherin wegen Trockenheit alarmiert

Innenpolitik
03.05.2026 11:46
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der April war in Österreich von großer Trockenheit geprägt. Regional wurden neue Negativrekorde verzeichnet. „Besonders extrem war die Trockenheit vom Lungau über das Murtal bis in die Oststeiermark und in Teilen des Wald- und Weinviertels“, sagte UBIMET-Meteorologe Nikolas Zimmermann. Bei SPÖ-Umweltsprecherin Julia Herr lässt das die Alarmglocken schrillen.

Klima- und Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) müsste die Wasserversorgung absichern. Dazu zählen für Herr ein weiterer Ausbau kostenloser Trinkwasserangebote und die Einführung eines zentralen Wasserentnahmeregisters. „Wir wollen wissen, in welchen Regionen wie viel Wasser wofür verbraucht wird“, führte die Umweltsprecherin am Samstag aus. Damit könne im Fall einer Versorgungskrise besser geplant und gesteuert werden. Das Register soll laut Vorstellung der SPÖ große Verbraucherinnen und Verbraucher sowie „Globalposten“ beinhalten, aber keine Privathaushalte.

Zudem brauche es einen gesetzlich abgesicherten Vorrang bei Nutzungskonflikten sowie ein klares Bekenntnis zu Wasser als öffentliches Gut. „Wir sind gegen jede Privatisierung von Wasser“, sagte Heer. Die Trockenheit zeige auch, wie wichtig es wäre, rasch ein wirksames Klimagesetz in Österreich zu beschließen. „Die aktuelle Trockenheit in Österreich führt uns wieder einmal vor Augen, wie abhängig wir von einem gesunden Klima und einer intakten Umwelt sind“, sagte die Politikerin.

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Wir wollen wissen, in welchen Regionen wie viel Wasser wofür verbraucht wird.

Die SPÖ spricht sich für ein Wasserentnahmeregister aus.

April war vor allem im Süden mild
Der April 2026 fiel in Österreich laut dem Wetterdienst UBIMET um rund ein Grad milder aus als im langjährigen Mittel von 1991 bis 2020. Besonders im Süden war es über weite Strecken milder als üblich. Die höchsten Temperaturen wurden in Dellach (27 Grad Celsius), Ferlach (26,9 Grad), Villach (26 Grad) und St. Andrä im Lavanttal (26 Grad Celsius) in Kärnten gemessen. Die tiefsten Temperaturen verzeichneten hingegen Oberlainsitz (-10,2 Grad) in Niederösterreich und Liebenau (-9,6 Grad) in Oberösterreich.

Der April hatte überdurchschnittlich viele Stunden mit Sonnenschein und war laut Meteorologinnen und Meteorologen deutlich zu trocken. Im landesweiten Flächenmittel Österreichs wurde nur knapp ein Drittel (31 Prozent) der üblichen Niederschlagsmenge verzeichnet. Damit zählt der Monat zu den trockensten seit Messbeginn. Auch der März war bereits überdurchschnittlich trocken. Die trockensten Orte lagen im April in Niederösterreich (Limberg, Wolkersdorf, Horn und Mistelbach). Nur im Tiroler Oberland wurde eine annähernd durchschnittliche Niederschlagsmenge verzeichnet. 

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